39 Fälle von Gewalt im Dienst in Dresden

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39 Mitarbeiter der Stadt Dresden sind im vergangenen Jahr im Dienst angegriffen worden. Ein Stadtsprecher bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden "Bild"-Bericht.

39 Fälle von "Gewalt im Dienst"

Karl Schuricht aus der Pressestelle der Stadtverwaltung: "Nach Statistik des Sachgebietes Arbeitssicherheit hat es im vergangenen Jahr in der Kernverwaltung (ohne Eigenbetriebe) bei 39 Beschäftigten Vorfälle mit dem Einflussfaktor "Gewalt im Dienst" gegeben: 20 Ereignisse bei Büroarbeit und Beratungsgesprächen, 18 Ereignisse durch Kinder und Jugendliche und ein Vorfall beim Außendienst."

Beißattacke und Beleidigungen

So werden beispielsweise die Mitarbeiter des Ordnungsamtes immer wieder angegangen, im Sozialamt gab es eine Beißattacke. Am häufigsten sind aber Beleidigungen:

"Beim Stadtfest leistete eine Person Widerstand gegen einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Es gibt tätliche Angriffe gegen Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Bürger sind verbal aggressiv im Bürgerbüro. Im
Sozialamt gab es eine Beißattacke und das Sozialamt hatte mit einem stark alkoholisierten Bürger zu tun, der sich weigerte zu gehen."

Und weiter hieß es: "In vielen Fälle handelt es sich um verbale Attacken, d. h. schimpfen und drohen. In Einzelfällen gibt es Probleme für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes mit aggressiven Jugendlichen, die im Kinder- und Jugendnotdienst untergebracht sind. Dort wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch körperlich angegriffen. Die Polizei musste gerufen werden."

Hochbauamt arbeitet an Sicherheitskonzept

Im Hochbauamt wird weiter an einem Sicherheitskonzept gearbeitet. Dabei geht es darum, dass Ämter für Bürger weiter gut erreichbar sind, andrerseits aber Mitarbeiter vor Attacken geschützt werden:

"Dabei geht es darum, die richtige Balance zu finden zwischen der Sicherheit für die Mitarbeiter und Besucher einerseits und der notwendigen Offenheit und Transparenz eines Verwaltungsgebäudes im 21. Jahrhundert andererseits. Dieser Auswertungs- und Abwägungsprozess ist noch im Gange. Wir sind dazu verwaltungsintern noch in der Abstimmung. Geprüft werden auch Sofortmaßnahmen, die bei Bedarf bis zur Umsetzung des Sicherheitskonzeptes realisiert werden."