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300 Unterstützer bei Kundgebung vor Großzelt

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Am Abend haben sich in Dresden etwa 300 Unter­stützer der Flücht­linge, die im Großzelt unter­ge­bracht sind, an der Schnorr­straße versam­melt. Dort leben seit Dienstag 200 Menschen, darunter sehr viele Familien und Kinder, teilte ein DRK-Sprecher mit. Deshalb sollen am Donnerstag Spiel­zeugspenden aus dem DRK-Lager in die Unter­kunft gebracht werden, eine Spiel­ecke wurde einge­richtet, auch eine Kinder­be­treuung soll organi­siert werden. Das Zelt könne nicht mit Trenn­wänden ausge­stattet werden, so DRK-Sprecher Kai Kranich. DRK rät von Erwei­te­rung an Streh­lener Straße abAbschlie­ßend ergänzte Kranich, das DRK empfiehlt, bei dieser Belegung zu bleiben. Innen­mi­nister Ulbig hatte angekün­digt, dass bei Bedarf auch ein zweites oder drittes Großzelt aufge­stellt werden könnte. Kundge­bung verläuft ruhigDie Kundge­bung am Mittwoch­abend verlief ruhig, die Flücht­linge auf dem einge­zäunten Gelände nahmen davon wenig Notiz, auf dem Gelände bastelten Kinder Papier­flieger, Flücht­linge spielten Fußball. Rechts­ex­treme hatten im Vorfeld per Facebook zu einer Demo vor der Notun­ter­kunft aufge­rufen. Aller­dings waren den Aufrufen offenbar nur wenige Menschen gefolgt, viele Mannschafts­wagen der Polizei patrouil­lierten auf den Neben­straßen. An der Reichen­bach­straße wurden drei Böller gezündet, verein­zelt kontrol­lierten Polizisten Perso­na­lien, erteilten Platz­ver­weise. Größere Störungen wurden nicht bekannt.Pöbeleien und Hitler­gruß im Leubener OrtsbeiratIn Leuben hatte bereits am Nachmittag die rechts­ex­treme NPD auf der Rubin­stein­straße etwa 80 Menschen versam­melt. Ein Teil kam später in die Sitzung des Ortsbei­rates Leuben in der Festhalle in Altleuben. Dort wurde über die Einrich­tung einer Asylun­ter­kunft auf der Förster­ling­s­traße beraten. Die Sitzung wurde dabei immer wieder von Gegnern der Einrich­tung und Rechts­ex­tremen gestört. Der Beschluss des Ortsbei­rates für die Asylun­ter­kunft wurde von "Volks­ver­räter"-Rufen begleitet. Laut Polizei hatten zwei Männer im Altern von 32 und 50 Jahren im Vorfeld auf der Herzstraße den Hitler­gruß gezeigt, gegen sie wird ermit­telt. Der 50-Jährige reckte im Ortsbeirat erneut den rechten Arm empor, wurde daraufhin mit seinem Begleiter aus dem Saal geschickt. Zehn weitere Personen haben Platz­ver­weise erhalten, teilte Polizei­spre­cher Thomas Geithner mit.200 Teilnehmer bei NPD-Demo in RiesaAuch in Riesa versam­melten sich am Abend bis zu 200 Menschen bei einer Demons­tra­tion der NPD. Dabei gab es keine Zwischen­fälle, teilte die Polizei mit.Insge­samt 290 Polizisten sicherten die Demons­tra­tionen in Dresden und Riesa ab. Die Einsatz­kräfte seien auch weiter im Stadt­ge­biet präsent.