300 Jahre Fähre Kleinzschachwitz
Die Fähre in Kleinzschachwitz wird am Sonntag 300 Jahre alt. Die Dresdner Verkehrsbetriebe laden daher von 10 bis 18 Uhr zum Jubiläumsfest ein. Bei der Fährstelle Kleinzschachwitz - Pillnitz wird ein buntes Programm angeboten. Neben musikalischer Unterhaltung sowie verschiedener Kinderspiele sind auch Darsteller von August dem Starken sowie der Gräfin Cosel mit dabei. Das Fährhaus versorgt die Gäste mit kulinarischen Leckerbissen.
Als besonderes Highlight verkehrt zusätzlich zur Autofähre eine Personenfähre. Diese hält ausnahmsweise kurz an der Pillnitzer Schlosstreppe und bietet Fotofans somit ein schönes Motiv mit Blick vom Wasser auf das Schloss.
Erstmals wurden am 16. August 1721 Fahrgäste von Kleinzschachwitz auf die andere Elbseite nach Pillnitz übergesetzt. Der Kurfürst von Sachsen, August der Starke, nutzte diese Verbindung gelegentlich selbst, um auf sein Lustschloss in Pillnitz zu gelangen.
Bis zum Jahr 1849 durften lediglich Mitglieder des sächsischen Hofstaates die Fähre nutzen. Als Fährleute wurden bis 1911 so genannte Pontonniers aus einer Pioniereinheit des sächsischen Militärs eingesetzt. Deren Unterkunft war eine Kaserne auf der linkselbischen Seite. Das Gebäude ist noch heute erhalten und dient als das bekannte Fährhaus Kleinzschachwitz.
Seit 1912 kamen motorgetriebene Schiffe zum Einsatz. Erstmals konnte die Fähre im Jahr 1961 auch Autos übersetzen. Die Dresdner Verkehrsbetriebe hatten den Fährbetrieb nach dem zweiten Weltkrieg von der enteigneten Sächsisch-Böhmischen Dampfschiffgesellschaft übernommen.