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30 Einsätze für Feuerwehr wegen Sturmtief „Thomas“ im Raum Dresden

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Sturm­tief "Thomas" hat bislang weniger Schäden verur­sacht als befürchtet. Im Zugver­kehr gibt es aller­dings massive Auswir­kungen. Die Unwet­ter­war­nung des Deutschen Wetter­dienstes vor Orkan­böen wurde Mitter­nacht aufge­hoben. Insge­samt wurden im Dresdner Stadt­ge­biet bis zu 30 Einsätze wegen des Sturmes regis­triert, sagte Rainer Jonas von der Dresdner Feuer­wehr am Freitag­vor­mittag auf unsere Anfrage.Auf der Reicker oder der Pirnaer Landstraße musste die Feuer­wehr mit Motor­ket­ten­sägen ausrü­cken. In Gohrisch musste die Alte Haupt­straße wegen umgestürzter Bäume am Donners­tag­abend gesperrt werden. Auch auf der B172 zwischen Krietz­schwitz und Pirna war die Straße vorüber­ge­hend dicht. Auch auf der Lango­bar­den­straße in Prohlis knickte ein Baum um. Die 16 Meter hohe Kiefer wurde mit Wurzel­teller ausge­hoben, stürzte auf Telefon­lei­tungen. Die Feuer­wehr rückte mit einer Drehleiter an, sicherte und zerlegte den Baum. Auf der Reicker Straße stürzte bereits am Donners­tag­abend eine 24 Meter hohe Linde auf ein vorbei­fah­rendes Auto. Der Fahrer blieb unver­letzt. Auf der Rosent­hal­straße stürzte ein drei Meter langer Ast auf den Gehweg, dort wurde niemand verletzt, sagte Jonas. In Freiberg in der Turmhof­straße beschä­digte ein größerer Ast einen abgestellten Audi, teilte die Polizei mit. Zwischen Großschirma und Kirch­berg fuhr ein Mercedes gegen einen umgestürzten Weide­zaun.Auch einige Bauzäune und Mülltonnen wurden in Dresden herum­ge­wir­belt. Probleme gab es zudem auf einer Baustelle mit ungesi­chertem Dämmma­te­rial. Am Flughafen ging alles nach Plan. Punkt 06:00 Uhr startete die erste Maschine Richtung Frank­furt. Auch die Wasser­stände an Bächen und Flüssen haben sich stabi­li­siert  oder sind sogar gesunken. Nur die Elbfähren in Johann­stadt und Pillnitz mussten zeitweise eine Zwangs­pause einlegen. Massive Probleme im Zugver­kehrBei der Sächsi­schen Städte­bahn gibt es am Freitag massive Probleme wegen Sturmschäden und umgestürzter Bäumen auf den Gleisen. Wie uns VVO-Sprecher Christian Schlemper sagte, sind die Verbindungen Dresden- Kamenz, Dresden- Königsbrück und die RB 71 in der Sächsischen Schweiz betroffen.Zwischen Pulsnitz und Radeberg wurde ein Busnot­ver­kehr einge­richtet und auch zwischen Pirna und Sebnitz fahren am Freitag­nach­mittag Busse. Auch von Dresden nach Zwickau und Hof gibt es Verspä­tungen durch Sturm­schäden. Leerste­hendes Haus in Weßnitz einge­stürztBei Großen­hain ist nach SZ-Informationen ein leerstehendes Haus bei einem starken Windstoß eingestürzt. Das leerstehende Bauernhaus im Ortsteil Weßnitz war bereits beim Tornado 2010 stark beschädigt worden.Sturm geht die Puste ausIm Tages­ver­lauf geht "Thomas" die Puste aus. Der Sturm soll nachlassen. Spitzen­reiter war bislang Zinnwald mit 100 km/h, am Flughafen in Klotz­sche wurden 86 und in Nossen 94 km/h gemessen.