24 Millionen Euro-Bauprojekt am Klinikum Friedrichstadt abgeschlossen
Am Klinikum Friedrichstadt in Dresden ist das Haus N für rund 24 Millionen Euro umfangreich umgebaut und saniert worden. Am Montagnachmittag wurde das Haus von Oberbürgermeister Hilbert und Sozialministerin Klepsch feierlich eingeweiht. Glasbrücken verbinden das Gebäude mit anderen Häusern. Im Erdgeschoss gibt es vier moderen Operationssäle und das Cafe am Neptunbrunnen. Im ersten und zweiten Obergeschoss sind zwei Stationen mit je 30 Betten entstanden. Seit 2014 ist in dem Gebäude gebaut worden. Pro Jahr werden 60.000 Patienten im Klinikum Friedrichstadt stationär versorgt.
Hintergründe zum Umbau
Eine Kliniksprecherin hat die Hintergründe zu dem Projekt erläutert:
Das Haus N wurde in seiner Geschichte baulich vielfach verändert. Jetzt konzentriert es mit den Gebäuden M und C das Interdisziplinäre Operative Zentrum am Standort Friedrichtstadt. Über gläserne Brücken und unterirdische Gänge sind die Häuser miteinander verbunden.
Nach modernen Maßstäben saniert, finden sich im Untergeschoss nun Technik- und Wirtschaftsräume sowie Umkleiden für das OP-Personal. Das Erdgeschoss füllen vier Operationssäle. Im ersten und zweiten Obergeschoss sind zwei Bettenstationen mit je 17 Zimmern bzw. 30 Betten entstanden. Und im Dachgeschoss finden sich Verwaltungsbereiche, Büros und Arztbereitschaftsräume.
Für die Dresdner wird das Gebäude neben einem Ort medizinischer Kompetenz von nun an auch ein Ort, um Historie zu atmen, auszuspannen und zu genießen.
Haus N befindet sich an der Südseite des Klinikgeländes direkt an der restaurierten Anlage des Neptunbrunnens, einer der bedeutendsten europäischen Brunnenanlagen des 17. und 18. Jahrhunderts. Im Jahr 1874 war das Gebäude der erste Neubau des seit 1849 an diesem Standort befindlichen Stadtkrankenhauses. Das N stand damals für „Neues Haus“. Das ist es heute gewissermaßen wieder und damit das erste offiziell übergebene Gebäude im Städtischen Klinikum Dresden nach der Fusion im Jahr 2017. Da es als Einzeldenkmal gilt, waren bei der Fassaden- und Treppenhausgestaltung, bei Bauelementen wie Fenstern und Türen sowie bei der Gestaltung der Außenanlage erhebliche Auflagen der Denkmalschutzbehörde zu beachten.
Ziel der Baumaßnahme war es zum einen, das Interdisziplinäre Operative Zentrum durch vier OP-Säle, zwei Allgemeinpflegestationen und einen zentralen Bereich mit Untersuchungs- und Behandlungsräumen zu vervollständigen. Darüber hinaus ging es darum, Funktionsabläufe zu optimieren, Arbeitsbedingungen zu verbessern, Brandschutzmängel des Hauses zu beheben und die unsanierten Bereiche an die aktuellen hygienischen, funktionalen und wirtschaftlichen Anforderungen anzupassen. Dafür entstanden z. T. neue, für den Krankenhausbetrieb geeignete Raumstrukturen.
Baubeginn war im April 2014. Das Gebäude wurde zunächst komplett entkernt, alle vorhandenen Holzbalkendecken gegen Betondecken ausgetauscht, der vorhandene Dachstuhl statisch ertüchtigt. 400 Tonnen Bewehrungsstahl, 1700 Kubikmeter Beton und 2500 Kubikmeter Mauerwerk wurden verbaut. Entstanden sind 4900 Quadratmeter Nutzfläche. Annähernd 24 Millionen Euro hat die Sanierung von Haus N gekostet – davon sind 14,744 Millionen Euro Fördermittel vom Freistaat Sachsen. Weitere 5,425 Millionen Euro stammen aus Trägermitteln der Landeshauptstadt Dresden. Die restlichen 3,73 Millionen Euro wurden aus pauschalen Fördermitteln und Eigenmitteln des Klinikums bestritten.