22-Jähriger unter Terrorverdacht - Urteil Ende September geplant
Mit Zeugenvernehmungen hat das Amtsgericht Pirna am Freitag den Prozess gegen einen mutmaßlichen Dschihadisten fortgesetzt. Der 22-Jährige Samuel W. aus Dippoldiswalde soll mit einem 19-Jährigen vor knapp zwei Jahren über die Türkei nach Syrien gereist sein, um in den "Heiligen Krieg" zu ziehen. Der 22-Jährige ist wegen der Aufnahme von Beziehungen zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat" angeklagt. Zunächst war ihm sogar die "Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat" vorgeworfen worden. Der Vorwurf wurde später gemildert. Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.Wie das Gericht mitteilte, wurde am Freitagvormittag zunächst ein Mann vernommen, der den 22-Jährigen in Syrien getroffen hatte. Danach trat ein Sachverständiger in den Zeugenstand, der als Islamwissenschaftler beim Landeskriminalamt Sachsen tätig ist und Material von der Festplatte des Angeklagten ausgewertet hatte. Details nannte das Gericht nicht. Ein weiterer Zeuge konnte wegen seines Umzuges nicht ordnungsgemäß geladen werden und soll nun am 26. September vor Gericht erscheinen. An diesem Tag werden auch die Plädoyers und das Urteil erwartet. (dpa)