20.000 Zombie-Unternehmen in Sachsen
Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Sachsen wird sich durch die Corona-Krise verdoppeln. Das schätzt Prokurist Thomas Schulz vom Wirtschaftsauskunftsdienst Creditform Dresden. Ein Risiko gehe von Unternehmen aus, die sich schon vor der Krise in Schieflage befunden haben und nicht in der Lage sind, Rechnungen zu bezahlen. Durch sie könnten gesunde Firma mitgerissen werden. Schulz schätzt die Zahl der sogenannten Zombie-Unternehmen auf 20.000 in Sachsen. Im vergangenen Jahr gab es 685 Firmen-Insolvenzen.
Sächsische Unternehmen könnten aber besser durch die Corona-Krise kommen als Betriebe in anderen Bundesländern. Viele Firmen seien zwar kleinteilig aufgestellt, sie hätten aber eine starke Eigenkapitalquote, so Schulz.
Die Corona-Krise wird die sächsische Wirtschaft unterschiedlich hart treffen. So sei die Baubranche eine Stütze. Die Unternehmen hätten viele Aufträge, schätzt Schulz ein. Mit Sorge schaut er aber auf die Metall- und Elektroindustrie. Im verarbeitenden Gewerbe habe es schon vor der Corona-Krise eine Rezession gegeben.