19 Kurden in einem Bulli - Massenschleusung auf der A4 in Bautzen aufgedeckt
Ein Türke hat 19 Kurden eingeschleust. Auf der A4 in Bautzen war die Tour zu Ende. Bundespolizisten stoppten den Kleintransporter. Sie hatten zuvor einen Tipp bekommen. Die Geschleusten waren zusammengepfercht: Auf den Sitzbänken saßen bis zu fünf Männer nebeneinander, zwei lagen auf dem Boden. Im Kofferraum hockten zehn Migranten.
Sie waren auf der Balkanroute nach Deutschland gekommen. Der 45-jährige in Litauen lebende Türke hatte die Männer im Alter zwischen 16 und 32 Jahren in Ungarn übernommen. Er war 13 Stunden unterwegs. Erst nach fünf Stunden hatte er den Geschleusten Wasser gekauft. 6.000 Euro hatte jeder Kurde für die Schleusung bezahlt.
Heute soll der Schleuser dem Haftrichter vorgeführt werden. Gegen ihn wird wegen Einschleusens unter lebensgefährlichen Bedingungen ermittelt. Die Kurden stellten Asylantrag. Bevor sie zur Erstaufnahme gebracht wurden, mussten sie auf die Waage. Gesamtgewicht der Geschleusten: 1.250 Kilo. Damit war der Transporter 200 Kilo schwerer als erlaubt. Der Schleuser erhielt noch eine Strafanzeige.