++ EIL ++
  • Per Helikopter wird bei der Bodenschutzkalkung natürliches Kalkgesteinsmehl exakt dosiert und lagegenau über dem Wald ausgebracht.

17.800 Tonnen Kalk über Sachsens Wäldern

Zuletzt aktualisiert:

Über den Wäldern im Freistaat rieselt es wieder weiß. In dieser Woche startet die alljährliche Boden­schutz-Kalkung. Mit Hubschrau­bern und Flugzeugen werden bis Ende Oktober auf rund 6.000 Hektar Wald knapp 17.800 Tonnen Kalk verteilt - von der Sächsischen Schweiz übers Erzge­birge bis ins Vogtland.

Die Kalkung soll zur Regene­ra­tion des Waldbo­dens beitragen sollen. Das natürliche Kalkgesteinsmehl neutralisiert Säureeinträge aus Industrieanlagen, die sich in Form von saurem Regen in den Waldböden über Jahrzehnte angereichert haben und bis heute wirken. Offene Wasserflächen oder sensible Bereiche werden dabei ausgenommen.

In versauerten Böden sind Nährstoffe für Pflanzen und Bäume nur eingeschränkt verfügbar, das Bodenleben ist stark eingeschränkt. Schwermetalle oder Aluminium können durch die Säuren ausgewaschen werden und das Trinkwasser belasten. Forstminister Günther: „Indem wir die Waldböden kalken, schützen wir letztlich auch unser Trinkwasser und unsere Gesundheit. Und wir helfen dem Wald, der wegen der Klimakrise erneut unter Druck steht. Wir brauchen intakte Böden, damit der Waldumbau zu gesunden und stabilen Mischwäldern gelingt. Ich bitte daher die Menschen in den betroffenen Regionen um Verständnis für kurzzeitige Einschränkungen.“

Während der Befliegung müssen die betroffenen Waldflächen kurzzeitig für einen oder höchstens wenige Tage gesperrt werden. Über anstehende Sperrungen informieren die Forstbezirke von Sachsenforst.  Rund 2,5 Millionen Euro werden für das Vorhaben investiert, gefördert von der EU.