170 Euro Zuschlag für ältere Lehrer in Sachsen
Ältere Lehrer in Sachsen, die nicht verbeamtet werden können, bekommen ab Januar 2019 mehr Geld. Sie erhalten 170 Euro Zulage. Darauf verständigten sich die Fraktionen von CDU und SPD. Auch Seiteneinsteiger oder DDR-Lehrkräfte werden bedacht. Grundschullehrer steigen zunächst von der Eingruppierung E 11 in die E 13 auf. Ab 2020 sollen dann auch sie von dem Zuschlag profitieren. Für besondere Aufgaben in der Schule wird es künftig zudem eine finanzielle Vergütung geben. Laut Kultusministerium steigt die Zahl der Lehrkräfter in der E 13 dann von 12.500 auf 16.049. In dieser Eingruppierung erhalten Lehrer in der ersten Erfahrungsstufe 3672 Euro brutto im Monat.
Ab 2019 können jüngere Lehrer in Sachsen bis zum Alter von 42 verbeamtet werden, über die Vergütung älterer Lehrer hatten CDU und SPD über sechs Monate lang verhandelt.
Reaktion der Gewerkschaft GEW
"Die GEW begrüßt, dass der Plan aufgegeben wurde, mit Hilfe eines Beurteilungsverfahrens eine Auswahl unter den Beschäftigten zu treffen, die nicht verbeamtet werden. Die Entscheidung stattdessen besondere Funktionen im Schulalltag finanziell abzugelten ist sinnvoll und angemessen. Zu begrüßen ist auch, dass die Koalition nun einen Weg für Zulagen in allen Schularten gefunden hat. In diesen Punkten werden wichtige Forderungen der Bildungsgewerkschaft erfüllt."
Uschi Kruse, die Landesvorsitzende der GEW Sachsen, teilte dazu mit:
„Das sächsische Schulsystem wird noch länger vor besonderen Herausforderungen stehen. Der Lehrerbedarf wird sich weder insgesamt noch in einzelnen Schularten oder Regionen kurzfristig decken lassen. Gerade jetzt werden die Motivation und das Engagement aller Lehrkräfte gebraucht. Es reicht nicht, allein jungen Kolleginnen und Kollegen attraktivere Einkommensbedingungen anzubieten."