125 Jahre - Schwebebahn feiert Geburtstag
Die Dresdner Schwebebahn feiert ihr 125-jähriges Jubiläum. Am Samstag ab 10 Uhr laden die DVB deshalb zur Geburtstagsfeier auf die Bergstation ein.
Besucher können dort einen Blick hinter die Kulissen ins Maschinenhaus werfen und die Technik hautnah erleben. Für die Kulinarik ist das Schwebecafé gut gewappnet.
Außerdem gibt es eine besondere Aktion für Nostalgiker: Fahrgäste im Kleidungsstil von 1901, also zum Beispiel mit Frack und Zylinder, haben freie Fahrt.
Die älteste Bergschwebebahn der Welt
Die Bahn ist mit ihren 125 Jahren die älteste Bergschwebebahn der Welt und läuft immer noch mit vielen Originalteilen. Seit ihrer Einweihung im Jahr 1901 hat sie rund 30 Millionen Menschen befördert und rund 400.000 km zurückgelegt - das ist fast einmal bis zum Mond. Bis heute verbindet sie die Stadtteile Loschwitz und Oberloschwitz und gilt als technische Meisterleistung, die weit über Dresden hinaus bekannt ist.
Wissenswertes zur Zur Technik
Natürlich „schwebt“ die Schwebebahn nicht, sondern hängt an zwei voneinander unabhängigen aufgeständerten Fahrbahnträgern auf 33 bis zu 14 Meter hohen Stahlstützen. Über ein 390 Meter langes und 38 Millimeter dickes Stahlseil werden die beiden Wagen über eine Fördermaschine in der Bergstation bewegt. Diese wiegt 45 Tonnen und gilt als älteste Antriebsmaschine der Welt. Zudem ist die Konstruktion der Wagen-Fahrwerke weltweit einzigartig.
In fünfeinhalb Minuten Fahrzeit überwindet die Bahn eine Strecke von 274 Metern und einen Höhenunterschied von 84 Metern bei einer durchschnittlichen Steigung von 26 bis 40 Prozent. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 1,1 Metern pro Sekunde sind beide Wagen täglich von 9.30 bis 20 Uhr im 15-Minuten-Takt unterwegs und haben dabei eine Platzkapazität von 40 Personen je Wagen und Fahrt. Die Antriebsmaschinerie kann bei Führungen besichtigt werden, so auch am 9. Mai.
In 125 Jahren Betriebsgeschichte gab es übrigens kaum Störungen, abgesehen von drei Zusammenstößen mit zu hohen Lkws auf dem Veilchenweg in den Jahren 1932, 1998 und 2014. Die Bahn gilt als daher als sehr havariesicher und wird peinlich genau vom TÜV überprüft. Alle sechs Monate wird sie für zwei Wochen einer Revision unterzogen. Regelmäßig probt die Dresdner Feuerwehr die Höhenrettung aus den Fahrzeugen vom Boden aus.
