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12 neue TBC-Verdachtsfälle an Hoga-Schule in Dresden

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An der Hoga-Schule in Dresden-Leuben gibt es 12 weitere Verdachtsfälle von Tuberkulose. Das ergaben die aktuellen Untersuchungen - 200 Blutproben wurden bislang untersucht. Auf die Schüler wurde der Erreger übertragen, teilte das Gesundheitsamt mit. Gesundheitsamtsleiter Jens Heimann: "Das bedeutet nicht, dass die betroffenen Personen an Tuberkulose erkrankt sind. Es sagt lediglich aus, dass sie Kontakt zu ansteckungsfähigen Personen hatten und der Erreger übertragen wurde".Die Eltern der betroffenen Schüler würden informiert und beraten. Weitere Untersuchungen erfolgen in der Uniklinik, zum Beispiel das Röntgen der Lunge. Anschließend ist klar, ob eine Erkrankung vorliegt - dann müssten die Kinder sechs Monate mit Antibiotika behandelt werden. Aber auch sonst ist eine vorbeugende Behandlung über neun Monate mit Medikamenten notwendig.Zudem wurde nun entschieden, dass nun doch alle Schüler untersucht werden. Dazu werden die Untersuchungsteams ab morgen aufgestockt. Zunächst sollte nur ein Teil der Schüler untersucht werden. An der Informationspolitikder Stadt war Kritik laut geworden, da es beispielsweise keine Aushänge an der Schule gab. TBC ist mit Medikamenten gut behandelbar und heilbar.Die Pressemitteilung aus dem Dresdner Rathaus:„Um größtmögliche Gewissheit und Sicherheit für die 900 Schülerinnen und Schüler zu erlangen, haben wir entschieden, die bereits laufenden Tuberkulose-Untersuchung auf alle Personen an den beiden Schulen auszuweiten. Sie werden vor Ort zur Blutabnahme gebeten“, so Heimann weiter. Von den bislang 200 entnommenen Blutproben wurden bis heute 82 Proben labormedizinisch ausgewertet. Weitere Ergebnisse in dieser Größenordnung werden in den kommenden Tagen vorliegen. Es ist davon auszugehen, dass darunter auch weitere positive Befunde sein werden. Das Gesundheitsamt testet seit Montag, 4. Dezember 2017 aufgrund des aktuellen Geschehens im HOGA-Gymnasium und an der HOGA-Oberschule Dresden Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer auf eine mögliche Ansteckung mit Tuberkulose. Täglich wird bei bis zu 120 Personen Blut abgenommen. Dieses wird im IGRA-Verfahren untersucht (Interferon-Gamma Release Assay). Interferon-Gamma ist ein Stoff, den der menschliche Körper als Reaktion auf den Krankheitserreger bildet. Dieser lässt sich im Labor nachweisen. Das Gesundheitsamt ist derzeit mit drei Untersuchungsteams im Einsatz. Die Kapazität wird ab Freitag, 8. Dezember 2017, auf vier Teams aufgestockt. Nächste Woche soll ein weiteres Untersuchungsteam dazukommen. Parallel ist das Gesundheitsamt in Verhandlung, um ein zusätzliches Labor für die Auswertung der Proben zu gewinnen. Die Testung wird bis Mitte nächster Woche andauern. Die Ergebnisse werden zum Anfang der darauffolgenden Woche vorliegen. „Das Gesundheitsamt analysiert die Lage kontinuierlich und steuert die notwendigen präventiven Aktivitäten. Der Test aller Schülerinnen und Schüler ist eine Früherkennungsmaßnahme, die Sicherheit bringt“, sagt die Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen, Dr. Kristin Klaudia Kaufmann. Informationen rund um das Thema Tuberkulose sind auf der Internetseite www.dresden.de/tbc veröffentlicht. Dort gibt es auch ein Infoblatt mit häufig gestellten Fragen.   An den beiden HOGA-Schulen an der Zamenhofstraße im Stadtteil Leuben traten seit September insgesamt vier Erkrankungen auf. Davon sind aktuell nur zwei ansteckungsfähig. In Dresden traten in diesem Jahr bislang 45 Tuberkuloseerkrankungsfälle auf. In den letzten vier Jahren verzeichnete das Gesundheitsamt durchschnittlich rund 40 Erkrankungen pro Jahr. Die Infektion erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt mit einer an Tuberkulose erkrankten Person mittels erregerhaltiger Tröpfchen über die Luft. Eine Übertragung über Dritte, nicht an Tuberkulose Erkrankte, ist nicht möglich. Ob man sich angesteckt hat, ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wie z. B. Häufigkeit, Dauer und Intensität des Kontakts zur erkrankten Person, Anzahl und Ansteckungsfähigkeit der freigesetzten Erreger und Empfänglichkeit gegenüber den Erregern. Selbst wenn eine Ansteckung erfolgte, bleiben über 90 Prozent der Menschen gesund. Ein tödlicher Verlauf liegt statistisch betrachtet bei unter einer Person pro Jahr in Dresden.