- Dresdens gelbe Busse (und Bahnen) drohen massive Einschnitte. (Symbolbild)
12-Minuten-Takt? DVB drohen massive Kürzungen
Ein Zwölf-Minuten-Takt statt wie bislang zehn Minuten im gesamten Liniennetz Dresdens – dieses Szenario könnte Realität werden. Die Stadt kann das bisherige Angebot der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) nicht mehr alleine finanzieren. Es müsse drastisch eingekürzt werden, sagte uns Baubürgermeister Stephan Kühn. Man brauche nun Geld vom Bund und Freistaat.
„Den Stadtrat wird im Januar, parallel zu den Haushaltsberatungen, eine Vorlage erreichen, in der diese Angebotskürzungen dargestellt werden. Und wenn nicht zusätzliches Geld kommt, müssen diese umgesetzt werden“, so Kühn. Er schildert zwei Möglichkeiten.
Kühn: Diese Möglichkeiten gibt es
Zum einen gebe es die Möglichkeit von Einsparungen im gesamten Liniennetz mit einem Zwölf-Minuten-Takt. "Das wäre verheerend", so Kühn. "Da wird ein Fahrgastverlust von 15 Millionen Passagieren befürchtet. Mehr als 100 Mitarbeiter der DVB wären betroffen." Vor allem hieße das aber auch pro Stunde zwanzig Prozent weniger Kapazität. Statt sechs Straßenbahnen wären beispielsweise nur fünf unterwegs – "vor allem im Advents- und Schülerverkehr ein absolutes Chaos", so der Baubürgermeister.
Alternativ gebe es punktuelle Kürzungen bei den Fähren, Taktungen der Busse oder auch bei der Linie 13, die dann nicht mehr bis nach Kaditz fahren würde.
Im Januar soll der Stadtrat über eine entsprechende Vorlage mit den Kürzungen abstimmen. Kühn: "Ich hoffe, dass wir mit der Unterstützung des Freistaates hier nicht reduzieren müssen, sondern das es noch gelingt, eine Finanzierung zu gewährleisten."
