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12 Jahre Haft für Gewalt bei Volksfest in Polenz gefordert

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Wegen brutaler Angriffe auf Ausländer bei, Sonnen­wend­fest in Polenz im Juni 2016 sollen drei Rechts­ra­di­kale hinter Gitter. Im Prozess gegen die Männer am Dresdner Landge­richt hat die Staats­an­walt­schaft am Freitag teils hohe Freiheits­strafen gefor­dert. Für den Haupt­an­ge­klagten verlangte sie zwölf Jahre wegen versuchten Mordes. Der 33-Jährige habe die schon wehrlos am Boden liegenden Opfer weiter mit einem Bierkrug auf den Kopf geschlagen und tödliche Verlet­zungen in Kauf genommen, begrün­dete Staats­an­wältin Sandra David im Plädoyer.Sie sah es als erwiesen an, dass er aus Auslän­der­hass am 18. Juni 2016 zur Sonnen­wend­feier im Neustädter Ortsteil Polenz zwei Bulgaren und später mit den Anderen zusammen einen vermeint­li­chen Rumänen diffa­miert, brutal attackiert und teils schwer verletzt hat. Für die 24 und 39 Jahre alten Mitan­ge­klagten forderte David zwei Jahre und neun Monate sowie zwei Jahre und vier Monate wegen gefähr­li­cher Körper­ver­let­zung und versuchter Straf­ver­ei­te­lung.Die Vertei­diger plädierten auf fünf bis sechs Jahre Haft für den 33-Jährigen, der in Unter­su­chungs­haft ist, sowie Bewäh­rungs­strafen von zwei Jahren und ein Jahr für die Anderen. Die Beschul­digten hatten zu den Vorwürfen geschwiegen. Nach den Plädoyers erklärte der 33-Jährige, dass ihm das mit dem Bierkrug leid tue und entschul­digte sich "bei allen". Die Urteile werden am 1. September verkündet.