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1000 Kilo Wassermine in Dresden-Nickern endeckt

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In Dresden-Nickern ist am Montag­nach­mittag bei Bauar­beiten für ein neues Wohnge­biet an der Helena-Rott-Straße eine 1000 Kilogramm Wasser­mine aus dem zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Der Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­dienst rückte an und konnte gegen 21.00 Uhr Entwar­nung geben. In der sogenannten "Monika" - das ist die Bezeich­nung für eine seltene Wasser­mine deutscher Bauart - befand sich nur Erde. Die Feuer­wehr spülte die riesige Bombe aus, um sicher­zu­stellen, dass keine Spreng­stoff­reste in der Hülle sind. Anschlie­ßend wurde der Spreng­satz nach Zeithain abtrans­por­tiert. 23 Anwohner hatten zwischen­zeit­lich ihre Wohnungen verlassen müssen, konnten dann aber wieder schnell in ihre Häuser.Bomben dieser Bauart werden extrem selten gefunden, teilte Spreng­meister Holger Klemig bei uns im Inter­view mit. Gott sei Dank sei die Bombe nicht mehr scharf gewesen. Die Feuer­wehr hätte sonst in einem Radius von über einem Kilometer das angren­zende Wohnge­biet evaku­iert. Die Bombe wurde auf einem Baufeld hinter dem Gewer­be­ge­biet und Poco in Nickern entdeckt, dort entstehen Wohnhäuser.Wie die Experten vom Kampf­mit­tel­räum­dienst mitteilten, habe sich auf dem Gelände früher ein Stütz­punkt der Deutschen Flieger­staffel befunden, nach dem Krieg sei die Übungs­mine wohl von russi­schen Soldaten vergraben worden, die damit nichts hätten anfangen können.