- Roland Kaiser zieht auch diesen Sommer wieder zu vier Konzerten die Fans ans Elbufer - unmittelbar neben der maroden Carolabrücke
Trotz Brückenabriss: Filmnächte sicher?
Sie sind das Highlight jeden Sommers in Dresden - die Filmnächte am Elbufer! Doch da sie in unmittelbarer Nähe der Carolabrücke stattfinden, die diesen Sommer nun ganz abgerissen werden soll, haben die Organisatoren eine Mammutaufgabe vor sich.
Am 20. Juni beginnen die „Filmnächte“, gleich einen Tag später steht das ausverkaufte Konzert mit Nina Chuba an. Doch genau im Monat Juni will die Baufirma Hentschke auch den schwierigsten Teil des Brückenabrisses vornehmen. Wie gestern bekannt wurde, soll die Brücke innerhalb von zwei Wochen dann auf Schiffspontons angehoben werden und zu beiden Elbufern seitlich verschifft werden. Dort werden die jeweils 64 Meter langen, 1800 Tonnen schweren Brückenteile dann abgesenkt, um bis Jahresende an Land zerkleinert und abtransportiert zu werden.
Wie soll das gehen mit einem Groß-Event gleich neben der Baustelle? „Wir sind mit den Filmnächte-Organisatoren seit letztem Jahr im Gespräch. Die brauchen jetzt ein anderes Entfluchtungskonzept und anderen logistischen Herausforderungen, da wir im Moment nicht davon ausgehen können, dass wir bis zum Beginn der Filmnächte die Gefahrenstelle und die Baustelle beseitigt haben.Daran arbeiten die Filmnächte und wir gehen davon aus und da sind auch die Filmnächte optimistisch, dass es dieses Jahr Filmnächte unter etwas anderen Rahmenbedingungen geben kann“, erklärt Baubürgermeister Stephan Kühn.
Alles andere wäre auch fatal. Sieben Konzerte, darunter Sido (19. Juni), Roland Kaiser (alle vier Konzerte) und auch Purple Disco Machine (16. August) sind restlos ausverkauft, eine neue Location so schnell nicht zu finden. Die Organisatoren der Filmnächte wollten sich auf Anfrage noch nicht zum vorgestellten Abriss-Zeitplan äußern, verwiesen auf einen weiteren Termin mit der Stadt diese Woche.
