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  • Diese süßen Drillingen erblickten kürzlich in der Uniklinik das Licht der Welt. Doch die Geburten sind schon lange rückläufig.

Zu wenige Babies! Warum Dresden trotzdem wächst

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Dresden wächst, wenn auch nur schwach. Laut Erhebungen der kommunalen Statistikstelle steigt die Einwohnerzahl bis 2040 um rund 16.400 Personen auf etwa 587.900 Dresdnerinnen und Dresdner.  Das entspricht einem moderaten Wachstum von 2,9 Prozent innerhalb der kommenden 15 Jahre. 

Dabei wird vor allem auf viele Fachkräfte gebaut, die durch die neu enstehenden Halbleiter-Fabriken im Dresdner Norden in die Stadt ziehen. Denn die Geburtenraten sinken weiter stetig. Die Anzahl der Dreijährigen wird sich in den letzten Jahren von 6.074 auf  3.840 Kindern (2028) nahezu halbieren, ebenso wie die Zahl der Sechsjährigen (2022: 5.914, 2031: 3.830 Kinder).Auch die Anzahl der Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren soll sich bis 2040 um etwa 22 Prozent verringern. 

Bei der Anzahl der Seniorinnen und Senioren werden bis 2040 moderate Zuwächse erwartet. Die Gruppe der 65- bis 74-Jährigen (+6 Prozent), 85-Jährigen und Älteren (+15 Prozent) wird weiter steigen. Das Durchschnittsalter der Dresdner Bevölkerung steigt leicht von aktuell 43,7 auf 44,8 Jahre im Jahr 2040. 

Diese Stadtteil wachsen am meisten

Auf Stadtteilebene zeigt sich bis 2035 eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Die hohe Bautätigkeit sorgt in zentrumsnahen Stadtteilen wie Mickten (+ 22 Prozent), Pirnaische Vorstadt (+ 21 Prozent) und Friedrichstadt (+ 20 Prozent) bis 2035 für eine weiter stark wachsende Einwohnerzahl. Die höchsten Bevölkerungsrückgänge sind in diesem Zeitraum vor allem in Stadtteilen am Stadtrand zu erwarten. Besonders betroffen sind Loschwitz/Wachwitz (- 8 Prozent), Lockwitz sowie Hosterwitz/Pillnitz (jeweils -6 Prozent). Hauptursachen sind dort ein hohes Durchschnittsalter und geringe Geburtenzahlen. Die Stadtteile mit mehr Sterbefällen als Geburten stellen derzeit die Mehrheit dar. Der jüngste Stadteil ist mit Durchschnittsalter von 37,9 Jahren die Friedrichstadt, der älteste mit 51,4 Jahren Hosterwitz/Pillnitz.   

Vorhersagen schwer zu berechnen

Die Statistiker rechnen mit einem leichten Geburtenanstieg bis 2040. Der Saldo zwischen Geborenen und Gestorbenen bleibt damit deutlich negativ und beträgt in den nächsten 15 Jahren insgesamt 24.500 Personen. 
Die Kommunale Statistikstelle weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei der Bevölkerungsprognose nicht um eine Vorhersage, sondern um eine sogenannte Wenn-Dann-Aussage handelt. Aufgrund zahlreicher gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und demografischer Einflussfaktoren sind die Unsicherheiten der langfristigen Bevölkerungsentwicklung insgesamt als sehr hoch einzuschätzen.