Zahlreiche Unfälle wegen Schnee und Sturm
Heftiger Schneefall und Sturm haben in und um Dresden zu mehreren Unfällen geführt. Der Schneefall setzte Freitagabend ein, vielerorts kam es zu Verwehungen.
Glück im Unglück hatte am Abend die Besatzung eines Notarzteinsatzfahrzeug in der Nähe von Pirna. Die Notarztbesatzung war zu einem Notfall gerufen worden und brauchten wenig später selbst Hilfe. Der Fahrer (57) und eine Notärztin (67) der Johanniter waren mit Blaulicht unterwegs zu einem Einsatz.
Auf der Kreisstaße 8763 zwischen Meusegast und Burkhardswalde kam das Fahrzeug auf rutschiger, schneeglatter Fahrbahn in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab und kippte auf die Fahrerseite. Der 57-Jährige und die Notärztin wurden vorsorglich in eine Klinik gebracht.
Die Feuerwehr von Meusegast und Burkhardswalde wurden zur Einsatzstelle gerufen. Die Polizei nahm den Unfall auf. Aufgrund von Schneefall und rutschiger Straße gestaltete sich die Bergung des Notarztwagens schwierig. Selbst das Abschleppfahrzeug kam ins Rutschen, die Räder drehten durch.
Mit einem Kran eines Abschleppdienstes (ADAC, 18 Tonnen-Kran) gelang es schließlich das verunfallte Fahrzeug wieder auf die Räder zu stellen und später auf den Abschlepper zu ziehen. Der Sachschaden an dem rund 100.000 Euro teuren Fahrzeug liegt im wahrscheinlich fünf stelligen Bereich.

Die massiven Schneefälle am Tag vor Heiligabend haben auch in der Lausitz für Probleme im Straßenverkehr gesorgt. In Pulsnitz zum Beispiel war ein Linienbus auf der extrem glatten Fahrbahn in einen Straßengraben gerutscht. Der Bus versuchte noch selbst aus der Lage herauszukommen, neigte sich dabei aber immer mehr und drohte zeitweise weiter zu kippen.
Die Feuerwehr rückte an und sicherte den Unfallort ab. Ein Bergungsunternehmen wurde hinzugezogen, um den Bus zu befreien. Die Feuerwehr evakuierte die Fahrgäste und brachte sie zu einem Ersatzbus. Die Straße blieb für zwei Stunden gesperrt.