Wieder zahlreiche Corona-Proteste in Dresden und Umland
Am Montagabend hat es in Sachsen wieder zahlreiche Corona-Proteste gegeben. In Dresden führte die Polizei im Zusammenhang mit einem Autokorso einen Einsatz durch. Dieser startete gegen 18 Uhr in Dresden und fuhr mit 98 Fahrzeugen nach Bautzen. Mit Blick auf das dortige Versammlungsgeschehen führten die Einsatzkräfte im Vorfeld stichprobenartige Kontrollen im Rahmen der Gefahrenabwehr durch.
Außerdem sicherten Einsatzbeamte zehn angemeldete Versammlungen in Dresden (3), Großenhain (1), Meißen (1), Radebeul (1) sowie in Riesa (4) ab. An den Versammlungen nahmen bis zu zehn Personen teil. Sie verliefen störungsfrei.
Unzulässige Versammlungen und unerlaubte Zusammenkünfte
In den sozialen Netzwerken wurde wiederum zu einer Vielzahl von Protesten gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen aufgerufen, so die Polizei.
Dresden
Am Wasaplatz versammelten sich laut Polizei gegen 18 Uhr etwa 200 Gegner der Corona-Maßnahmen. Polizeibeamte sprachen sie auf die Einhaltung der Sächsischen Corona-Notfall-Verordnung an. Die Teilnehmer reagierten nicht und liefen in Richtung Oskarstraße. Dort konnten die Einsatzkräfte den Aufzug stoppen. Von 97 Personen stellten Beamte die Identitäten fest und leitete gegen sie Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Notfall-Verordnung ein.
Nahezu zeitglich versammelten sich etwa 100 Personen am Schillerplatz. Auch dort sprachen Beamte die Gruppe an, wie die Polizei mitteilte. Gleichwohl setzten sich die Teilnehmer der unzulässigen Versammlung in Bewegung, wurden aber an der Berggartenstraße von Einsatzkräften gestoppt. Letztlich stellten die Polizisten die Identitäten von 29 Personen fest und leiteten gegen sie Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Notfall-Verordnung ein.
Weitere Protestaktionen gab es auf der Bautzner Landstraße (ca. 400 Personen), der Bürgerstraße (ca. 200 Personen), dem Dr.-Külz-Ring (ca. 80 Personen), der Hauptstraße (ca. 50 Personen) sowie der Österreicher Straße (ca. 400 Personen).
Landkreis Meißen
In Coswig versammelten sich am Abend etwa 600 Menschen, um gegen die Sächsische Corona-Notfall-Verordnung zu protestieren. Wenig später setzten sich die Teilnehmer in Bewegung. Polizeibeamte videografierten die Situation. Entsprechende Ermittlungsverfahren werden folgen.
Weitere Protestaktionen stellten die Einsatzbeamten in Großenhain (ca. 250 Personen), Meißen (ca. 300 Personen), Nossen (35 ca. Personen), Nünchritz (ca. 40 Personen), Radebeul (ca. 600 Personen), Radeburg (ca. 500 Personen), Riesa (ca. 60 Personen) sowie in Zabeltitz (ca. 15 Personen).
Die Polizei führte im Zusammenhang mit den Protestaktionen im Landkreis Meißen mehrere Identitätsfeststellungen durch und leitete Anzeigen wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Notfall-Verordnung sowie gegen das Sächsische Versammlungsgesetz ein.
Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Etwa 200 Menschen versammelten sich am Montagabend in Freital. Anschließend setzte sich die Gruppe in Bewegung, wurden aber von der Polizei gestoppt. In der Folge stellten die Beamten die Personalien von 41 Teilnehmern fest. Sie erhielten Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Notfall-Verordnung. Zudem wurden zwei Anzeigen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Weitere Protestaktionen gab es am Abend in Bad Schandau (ca. 320 Personen), Bad Gottleuba (ca. 250 Personen), Bannewitz (ca. 220 Personen), Dippoldiswalde (ca. 340 Personen), Heidenau (ca.110 Personen), Kreischa (ca. 500 Personen), Neustadt in Sachsen (ca. 230 Personen), Pirna (ca. 250 Personen), Rabenau (ca. 160 Personen) Wilsdruff (ca. 200 Personen), Schmiedeberg (ca. 200 Personen), Sebnitz (ca. 200 Personen) sowie in Stolpen (ca. 40 Personen).
Im Zusammenhang mit den Protestaktionen im Landkreis Sächsische Schweiz-Ostergebirge führte die Polizei mehrere Identitätsfeststellungen durch und leitete Anzeigen wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Notfall-Verordnung sowie gegen das Sächsische Versammlungsgesetz ein. Bei den Einsatzmaßnahmen in Pirna ist ein Polizeibeamter leicht verletzt worden.
Insgesamt 506 Polizeibeamte waren im Einsatz. Dabei wurde die Polizeidirektion Dresden von der Sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt.