Wie gut ist Dresden auf einen Blackout vorbereitet?
Nach dem großen Stromausfall in Berlin wird auch bei uns in Dresden diskutiert, wie gut die Stadt auf einen möglichen Blackout vorbereitet ist. Die CDU-Ratsfraktion sieht akuten Handlungsbedarf, vor allem bei einer dringend notwendigen Notstromanlage.
Dass eine solche gebaut wird, ist seit 2022 beschlossen. Das Projekt im Großtanklager an der Bremer Straße verzögert sich aber wegen vielen Unstimmigkeiten. Es wird über Kosten und Zuständigkeiten gestritten.
CDU-Stadtrat Mirko Göhler sieht Baubürgermeister Kühn in der Pflicht. Er müsse endlich Prioritäten setzen und einen Zeitplan vorlegen. Sonst stehe im Ernstfall die gesamte Einsatzfähigkeit der Stadt auf dem Spiel.
„Der massive Stromausfall in Berlin hat eindrucksvoll vor Augen geführt, wie verletzlich unsere kritische Infrastruktur tatsächlich ist“, erklärt der CDU-Fraktionsvize. „Wenn ein einzelner Angriff reicht, um große Teile einer Millionenstadt lahmzulegen, dann muss uns allen klar sein: Auch Dresden ist nicht automatisch sicher. Wir müssen handeln - und zwar entschlossen“, so Göhler weiter.
Doch es geht nicht nur um das Tanklager. Dresden braucht insgesamt eine ganzheitliche Sicherheitsstrategie, da sind sich alle einig.
