Weiter Wirbel um Dresdner Orden für Putin
Um den Dresdner St. Georgs Orden für Russlands Präsident Wladimir Putin gibt es weiter Wirbel. Die Semperoper distanzierte sich entschieden von Hans-Joachim Frey, dem künstlerischen Leiter des Semperopernballs. Frey hatte die Verleihung des Ordens beim Semperopernball 2009 eingerührt.
Opernballverein soll Position zu Frey beziehen
Semperoper-Intendant Peter Theiler stellte am Dienstag noch einmal klar, dass der Opernball als eigenständige Institution agiert und die Staatsoper lediglich die Räumlichkeiten an den Ballverein vermietet. „Die Geschäftsbeziehungen Herrn Freys in Zusammenhang mit der Organisation des Opernballs erweisen sich als kontraproduktiv und imageschädigend für die Sächsische Staatsoper“, hieß es nun. Daher sei es nun Angelegenheit des Opernballvereins, sich ebenfalls klar und deutlich gegenüber seinem künstlerischen Leiter zu positionieren.
Dresdner Oberbürgermeister droht mit Austritt
Auch der Dresdner Oberbürgermeister distanziert sich vom Opernballverein und kündigte Konsequenzen an. Wie die Sächsische Zeitung berichtet, habe Hilbert den Opernballverein angeschrieben und die unmittelbare Aberkennung des Ordens für Wladimir Putin verlangt. Andernfalls werde er aus dem Verein austreten Hilbert will dem Verein dafür bis Ende der Woche Zeit geben.
Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine hatte unter anderem Sachsens Vize-Ministerpräsident, Wolfram Günther, die Aberkennung des Ordens gefordert. Der Semperopernballverein sieht allerdings keine Möglichkeit dafür. Die Ehrung sei für Leistungen erfolgt, die im unmittelbaren zeitlichen Kontext zur Preisverleihung standen, argumentiert der Verein. (mit dpa)