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Warum fahren Dresdner so viel Auto?

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Die Stadt wollte es beim Thema Verkehr genau wissen und hat mit den Dresdnern den Praxistest gemacht. 20 ausgewählte Haushalte wurden über ein halbes Jahr lang zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt. Dabei wurde vor allem darauf geachtet, wie deren Lebensumstände die Wahl der Verkehrsmittels beeinflussen. Die Dresdner äußerten Gründe für das Autofahren wie Zeitersparnis, Flexibilität oder Transportbedarf, um auch mal sperrige Gegenstände zu transportieren. Gleichzeitig zeigten sich die Teilnehmer aber offen für Alternativen, sofern die Angebote zum Beispiel an Park-and-Ride-Plätzen oder Bus- sowie Bahnverbindungen besser angepasst würden, so Frank Fiedler vom Amt für Mobilität.

„Die Menschen haben gute Ideen, was sie brauchen, um das Auto für manche Wege stehen zu lassen, die wir in den Mobilitätsplan eingearbeitet haben. Das kann eine Vorreservierung am P+R-Platz sein, die direkt mit dem ÖPNV-Ticket gebucht wird oder mehr Komfort und schnellere Reisezeiten bei Bus und Bahn“, soVerkehrsbürgermeister Stephan Kühn.

Die Ergebnisse der Befragung sollen dann in den Mobilitätsplan 2035+ der Stadt einfließen. 

Kritik zur Umfrage und deren Ergebnissen gibt es von Team Zastrow

Die Ergebnisse würden irritieren, so Fraktionsvorsitzender Holger Zastrow: „Wenn die benannten Erkenntnisse wie zum Beispiel einfache ÖPNV-Tarife, Barrierefreiheit oder die Schaffung von P+R-Plätze sind, dann frage ich mich, wo die Verbesserungen für die größte Gruppe der Verkehrsteilnehmer, die Autofahrer, sind? Problemstellungen bzw. Lösungen für Autofahrer wie kaputte Straßen, Stau und fehlende Stellplätze kommen in den Erkenntnissen nicht vor (...)“