Warnstreik: Montag steht der Nahverkehr still!
Erst die Lehrer und die Landesbeschäftigten - nun auch der Nahverkehr. Die Gewerkschaften lassen nicht locker und planen weitere Aktionen, die das öffentliche Leben lahm legen.
Am Montag wird in ganz Deutschland im öffentlichen Personennahverkehr gestreikt. Heißt: Die meisten Busse und Bahnen stehen den ganzen Tag still. Dazu aufgerufen hat die Gewerkschaft Verdi. Die fordert bessere Arbeitsbedingungen und teilweise auch höhere Gehälter für die Zehntausenden Beschäftigten. Die Arbeitgeber lehnen das ab.
DVB rechnet mit erheblichen Einschränkungen
In Sachsen sind die Verkehrsunternehmen in Dresden, Leipzig, Chemnitz und Zwickau betroffen. Die Dresdner Verkehrsbetriebe rechnen mit erheblichen Ausfällen über den gesamten Tag. Nur Busse von Subunternehmen werden unterwegs sein, so zum Beispiel Taeter Tours. Nicht betroffen sind die S-Bahnen, die von der Deutschen Bahn betrieben werden.
Gewerkschaft will endlich ein Angebot
„Statt eines lösungsorientierten Vorschlages hatten sich die sächsischen Arbeitgeber entschieden, von den Beschäftigten eine massive Verschlechterung der Arbeitsbedingungen zu fordern. So sollen unter anderem die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich verlängert, der Urlaubsanspruch und Zuschläge gekürzt sowie der Krankengeldzuschuss und das Leistungsentgelt ersatzlos gestrichen werden“, erläutert Paul Schmidt, ver.di-Fachbereichsleiter und Verhandlungsführer.
„Dieses Verhalten der Arbeitgeber ist mehr als eine Provokation: Es ist ein Frontalangriff auf die eigenen Beschäftigten“, so Schmidt weiter. „Von Beschäftigten, die bundesweit ihre Überlastung anzeigen, eine massive Verschlechterung der Arbeitsbedingungen zu verlangen, geht völlig an der Realität vorbei. Das, was jetzt auf dem Tisch liegt, bedeutet nicht nur eine deutliche Mehrbelastung, sondern faktisch auch eine Lohnkürzung.“
