Verdi ruf DVB am Freitag zum Warnstreik auf
Fahrgäste von Bus und Bahn müssen noch in dieser Woche mit Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat landesweite Aktion zwischen Donnerstag und Sonntag angekündigt.
Bei uns in Dresden sind die DVB für Freitag zum Streik aufgerufen. Hintergrund der Aktion sind laut Verdi die festgefahrenen Tarifverhandlungen.
„In Sachsen wurden nach dem ersten Warnstreik zwar Teile der Gegenforderungen der Arbeitgeberseite wieder vom Tisch genommen, doch besteht bei der Arbeitszeitverkürzung weiterhin keinerlei Verhandlungsbereitschaft“, erklärt Paul Schmidt, Verdi Landesfachbereichsleiter und Verhandlungsführer. „Auch soll weiterhin der Urlaub gekürzt und der Krankengeldzuschuss verschlechtert werden. Verbindliche Zusagen etwa zur Beschäftigungssicherung oder zur dauerhaften Entgeltkopplung fehlen weiterhin.“
Was sind die Folgen des Streikaufrufs?
- Alle Straßenbahnlinien fahren nicht.
- Auch die Standseilbahn könnte stillstehen.
- Folgende Buslinien sind wahrscheinlich kaum bis gar nicht unterwegs: 61, 62, 63, 64, 70, 80, EV 6
- Alle anderen Buslinien (65, 66, 68, 72, 73, 74, 77, 78, 79, 81, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 98 A, 98 B, 98 C, EV 12) könnten teilweise bis komplett fahren. Das gilt vor allem für die Linien, wo Subunternehmer für uns unterwegs sind. Zu Abfahrten und Pünktlichkeit können wir jedoch keine Aussage treffen.
- Das Kundenzentrum und die DVB-Servicepunkte bleiben geschlossen.
- Ebenso sollen die Arbeitsplätze der DVB-Servicehotline sowie Social-Media-Kanäle bestreikt werden.
Gibt es Alternativen?
- Die Elbfähren, Regionalbusse sowie Regional- und S-Bahnen fahren.
- Sie können die MOBIbikes und MOBIcars nutzen, um von A nach B zu kommen. Mehr Infos zu MOBI hier.
Mehr Infos zu den Auswirkungen bei den DVB gibt es hier.
Das fordert die Gewerkschaft Verdi:
- Einen Tarifvertrag Beschäftigungssicherung als Mitgliedervorteil
- 35-h-Woche bei vollem Lohnausgleich als Basis – mit Wahlmodell (freie Tage oder Entgelt)
- Jahressonderzahlung rauf auf 85 % ohne Abzüge
- Nachtzuschlag erhöhen auf 25 Prozent, außerdem alle Zuschläge auf Grundlage der individuellen Tarifstufe
- Entlastung bei Schicht- und Ruhezeiten
- Ununterbrochene Ruhezeit von 12 Stunden und maximale Dienstschichtlänge von 12 Stunden ohne Ausnahmen
