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Landwirte protestieren gegen EU-Düngemittelpolitik

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In Dresden sind am Mittwoch Landwirte aus ganz Sachsen auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen das geplante Komplettverbot von Pflanzenschutzmitteln in Landschaftsschutzgebieten.

Viele Betriebe, die Obst, Gemüse oder Wein anbauen, sind dadurch in ihrer Existenz bedroht. Die Landwirte fordern von der EU, die Pläne zu überarbeiten. Bundesweit gibt es deshalb am Mittwoch Protestaktionen.

In Dresden versammelten sich 200 Landwirte mit rund 100 Traktoren auf dem Neumarkt an der Frauenkirche, anschließend gab es einen Traktor-Korso durch die Landeshauptstadt. "Wir wollen, dass mit uns gesprochen wird und nicht über unsere Köpfe hinweg entschieden wird", sagte Robert Erdmann, Ackerbauer aus dem Raum Oschatz.

In Deutschland sind nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit grob 950 Pestizide zugelassen, in denen gut 280 Wirkstoffe zum Einsatz kommen. Die Mittel werden etwa gegen Insekten oder andere Tiere, Pilze oder Unkraut eingesetzt.