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  • Ein Lichtermeer, fröhliche Menschen auf dem Neumarkt, so lief das Stadtfest letztes Jahr

Stadtfest bringt Dresden 92 Millionen!

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Immer Mitte August wird Dresden drei Tage zur riesigen Party-Meile. Das Stadtfest zog auch letztes Jahr über 600.000 Gäste nach Dresden. Und die ließen ordentlich Geld in der City…

92 Mio. Umsatz wurde in drei Tagen erwirtschaftet, das hat das Tourismus-Marketing-Institut Kiel durch die Befragung von rund 500 Gästen und 49 Ausstellern ermittelt. Über die Zahl war sowohl Stadtfest-Organisator Frank Schröder als auch Dresdens Marketing-Chefin Corinne Miseer baff. „Das war wirklich überraschend und ist so positiv, dass ein Event soviel Einfluss in der Stadt hat. Das hat uns umgehauen“, sagt Schröder. Zum Vergleich: Vier Tage Rammstein-Konzerte spielten Dresden 68 Mio. Euro ein. 

Gut die Hälfte des Stadtfest-Umsatzes bleibt als Wertschöpfung bei Unternehmen in der Region und in der Stadtkasse. So wurden allein 1,3 Mio. Euro Beherbergungssteuer für Dresden eingenommen, weitere 2,3 Mio. Euro bekommt die Stadt über Steueranteile (z.B. Mehrwertsteuer) bei Übernachtungen, Essen, Einkäufen. 

Das kostet ein Stadtfest-Tag

Es wurden auch die drei unterschiedlichen Besuchergruppen des Stadtfestes untersucht: Übernachtungsgäste (5 Prozent internationale, 27 Prozent aus Deutschland) gaben täglich rund 300 Euro für Stadtfest (49 Euro), Hotel (109 Euro), Essen, Shoppen, Kultur und Sonstiges (86 Euro) aus. Tagesgäste trugen immerhin noch 117 Euro pro Tag und Gast zum Umsatz bei (65 Euro auf dem Stadtfest und 52 Euro außerhalb). Und die Dresdner (68 Prozent der Stadtfest-Besucher) ließen pro Person und Tag 47 Euro in der Stadt. 

Auch die Hotels waren zu über 90 Prozent ausgebucht, was im Durchschnitt einen Netto-Übernachtungspreis von 136 Euro (ohne MwSt und Frühstück) generierte. „Wenn man betrachtet, was die Gäste außerhalb des Stadtfestes noch ausgeben, da geht der größte Teil in den Handel mit über 30 Prozent, gefolgt von der Gastronomie “, so Miseer. Mit dieser wirtschaftlichen Schlagkraft wollen die Stadtfest-Organisatoren auch nochmal bei der Stadt anklopfen. Der städtische Zuschuss ist seit 15 Jahren mit 50.000 Euro gleich geblieben. „Wenn man das mit ähnlich großen Veranstaltungen, wie dem Hamburger Hafen-Geburtstag vergleicht, da gibt die Stadt 250.000 bis 300.000 Euro dazu“, so Schröder. Man bräuchte mehr Geld, da sich bei dem Budget von 1,2 Mio. Euro die Betreiberkosten nicht billiger werden. „Wir hätten nur die Position der  Künstler, an der wir sparen könnten und das wollen wir nicht“, so Schröder. 

Das Dresdner Stadtfest ist übrigens mit einem Dutzend Bühnen an 13 Veranstaltungsorten das größte in ganz Deutschland. Dieses Jahr steigt es wieder vom 14. bis 16. August.  

Audio:

Marketing-Chefin Miseer erklärt den finanziellen Erfolg des Stadtfestes