Festsäle im Dresdner Schloss: Von der Ruine zum Schmuckstück
Im wiederaufgebauten Residenzschloss sind jetzt auch die historischen Festsäle im Nordflügel wieder erlebbar. Am Freitag war offizielle Schlüsselübergabe an die Staatlichen Kunstsammlungen. Sie zeigen in den riesigen Räumen ab dem Frühjahr eine Schau zur Festtradition am Dresdner Hof.
An der Wiederherstellung von Thronsaal und Großem Ballsaal waren Experten aus Denkmalpflege, Architektur und Handwerk beteiligt. Nach 40 Jahren als Kriegsruine und 37 Jahren Provisorium wurde alles wieder so aufgebaut, wie es einmal war.
Die Wiederherstellung der beiden Säle wurde auch durch Bundesmittel ermöglicht. Insgesamt flossen rund 21 Millionen Euro in die Rekonstruktion davon 4,6 Millionen Euro vom Bund und 16,4 Millionen Euro aus Landesmitteln. Bis zur Fertigstellung aller Bereiche des Dresdner Residenzschlosses im Jahr 2027 investieren Freistaat und Bund voraussichtlich rund 407 Millionen Euro in den Wiederaufbau – ein langfristiges und nachhaltiges Bekenntnis zu Sachsens kulturellem Erbe.
„Nach der feierlichen Übergabe der Schlosskapelle an die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vor wenigen Wochen markiert die Bauübergabe der beiden Festsäle im Nordflügel nun einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Vollendung des Dresdner Residenzschlosses“, freut sich Bernd Ebert, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. „Mit der Einrichtung der neuen Dauerausstellung ,Masken und Kronen‘ in den kommenden Monaten wird die einst für das Zeremoniell und die Repräsentation am Hof herausragende Raumfolge im zweiten Obergeschoss dem Publikum dann erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder vollständig zugänglich sein.“



