Schneesturm über Dresden - Chaos auf den Straßen
Der Wintersturm hat am Freitagmorgen Dresden erreicht. Der starke Schneefall setzte mitten im Berufsverkehr ein. Verbunden mit einem starken Wind und Verwehungen sorgte das innerhalb kürzester Zeit für ein Verkehrschaos auf den Straßen.
Auf schneebedeckten Fahrbahnen ging es überall nur stockend voran, viele Steigungen waren durch liegengebliebene LKW blockiert. Behinderungen gab es unter anderem auf der Bergstraße stadtauswärts und auf der Grundstraße. Der Winterdienst war im Großeinsatz, kam aber kaum hinterher. Am Vormittag beruhigte sich die Lage etwas. Viele Schulen verkürzten ihren Unterricht und schickten die Kinder wegen des Wetters eher nach Hause.
Winterdienst hat alle Hände voll zu tun
Der Winterdienst der Stadt Dresden arbeitet seit den frühen Morgenstunden mit voller Besetzung und im Zwei-Schicht-Betrieb. Bereits um 4 Uhr starteten 44 Fahrzeuge in den Einsatz. Zunächst wurden Strecken mit hoher Priorität betreut, darunter Bundesstraßen, Busstrecken, Gefällestrecken sowie Zufahrten zu Krankenhäusern und Feuerwehren. Danach folgten weitere Hauptstraßen, Wohnsammelstraßen, Kreuzungsbereiche oder Busbuchten. Bereits in der ersten Schicht wurde intensiv geräumt und das Hauptstraßennetz gestreut. Auch die zweite Schicht übernimmt diese Aufgaben und ist – je nach Wetterlage – bis in die späten Abendstunden im Einsatz. Neben leichtem Schneefall ist auch mit Regen zu rechnen, wodurch nasser Schnee und stellenweise Eisbildung auftreten können.
Für die Nacht zum Sonnabend werden in Dresden Temperaturen bis zu minus zwölf Grad erwartet. Auch am Wochenende bleibt es winterlich, örtliche Glätte und leichter Schneefall sind möglich. Der Winterdienst der Landeshauptstadt Dresden ist darauf vorbereitet: Am Sonnabend beginnt der Einsatz ab 3 Uhr, am Sonntag voraussichtlich ab 4 Uhr. Die Dauer der Einsätze richtet sich nach der Wetterlage. Am Wochenende werden die Fahrzeuge samt Besatzung voraussichtlich auch in den Nebennetzen unterwegs sein.
Polizei registriert zahlreiche Unfälle
Der Wintereinbruch hat am Freitagmorgen zahlreiche Autofahrer ins Rutschen gebracht. Die Dresdner Polizei registrierte in ihrem Bereich 41 Unfälle, bei denen aber niemand zu Schaden kam.
So rutschte auf der Meißner Landstraße ein Auto auf einen Transporter, der an einer roten Ampel hielt. Auf der Altenberger Straße in Dohna stieß ein Autofahrer gegen einen Werbeanhänger, der auf einer Wiese stand. Und im Stolpener Ortsteil Helmsdorf schlitterte ein Fahrzeug beim Rechtsabbiegen gegen ein Geländer. Bei weiteren Unfällen stießen Fahrzeuge auf glatten Straßen gegen andere Fahrzeuge, rutschten in den Straßengraben oder beschädigten Straßenlampen sowie Verkehrsschilder.



Liegengebliebene LKW blockieren Autobahn
Auf der A4 blieben am Vormittag die LKW zwischen Dresden-Neustadt und dem Dreieck Dresden-West am glatten Brabschützer Berg hängen. Die Polizei sperrte die Autobahn, damit der Winterdienst die Fahrbahn frei machen konnte. Das THW unterstützte den Einsatz und schleppte gestrandete Laster wieder frei.
Auf der A4 in Ostsachsen ging am Freitagmittag nichts mehr. In Höhe Ottendorf-Okrilla waren beide Fahrtrichtung, sowohl Richtung Dresden, als auch Richtung Görlitz, wegen liegen gebliebener und querstehender LKW blockiert. Selbst der Winterdienst kam nicht durch. LKW Fahrer versuchen verzweifelt ihre Fahrzeuge in Bewegung zu bringen, doch der Schnee war zu viel, die Räder drehten durch, die Fahrzeuge kamen nicht vom Fleck.
Bahn kämpft mit Behinderungen
Auch im Bahnverkehr gibt es erhebliche Behinderungen. Die Bahn informiert hier über aktuelle Störungen. Dazu kommt erschwerend, dass der Dresdner Hauptbahnhof von Freitag bis Sonntag planmäßig wegen Bauarbeiten vom Netz genommen wurde.
Warnung vor Glätte und Astbruch
Durch schwere Schneelast auf Bäumen kann es zu Astbrüchen kommen. Dessen sollten sich besonders Gäste des Großen Gartens Dresden bewusst sein. Der Wechsel von Schnee und Regen kann zu überfrierender Nässe und damit zu Glätte auf Wegen führen. Gäste werden gebeten, möglichst nur die vom Winterdienst geräumten Wege zu nutzen.




