- Diese Visualisierung einer möglichen neuen Carolabrücke war gestern u.a. zu sehen
- Auf Bildschirmen wurden erste Visualisierungen gezeigt
- Viele Dresdner drängten sich an den Ständen der Architekten, um erste Entwürfe zu sehen
- Grit Ernst, die Projektleiterin der neuen Carolabrücke, blickt durch die VR-Brille schon mal auf das neue Bauwerk
- Auch so eine Elbquerung, ähnlich der New Yorker Brooklyn Bridge stand zur Debatte, würde aber die Stadtsilhouette durchschneiden
Riesenandrang bei ersten Brückenentwürfen!
Mit diesem Andrang hatte selbst die Stadtverwaltung nicht gerechnet: Hunderte Dresdner kamen gestern Abend ins Rathaus, diskutieren mit den vier Planungsbüros, die gerade über den Entwürfen zur neuen Carolabrücke sitzen.
Zwei Büros brachten erstmal nur ihr Konzept mit, keine optischen Ansichten. Doch das Dresdner Büro Leonhard, Andrä & Partner hatte ihre mögliche Brücken-Variante schon mal bei Tag und Nacht mit Bildern ins Szene gesetzt. Mit dem Blick durch eine VR-Brille konnte man beim Berliner Büro FHECOR Deutschland GmbH/ TSSB schon auf der zukünftigen Brücke wandeln bzw. ihren Anblick vom Dampfer aus bewundern.
Erste Ideen zeigten wahlweise einen überdachten Spielplatz unter einer Brückenrampe bzw. einen überdachten Busparkplatz, Materialien für die Brücke waren wahlweise aus Stahl, Sandstein oder auch Stahlbeton. Entschieden ist jedoch noch nichts. „Wir wollten ja das Ohr an der Masse haben, die Planungsbüros sollten die Möglichkeit haben, nochmal mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen, um zu schauen, bin ich hier richtig unterwegs? Was sind die Fragen, die hier gestellt werden, damit dann am 26. Mai die Entwürfe der einzelnen Büros überzeugen“, so Straßenbauamtsleiterin Simone Prüfer. Die Architekturbüros nehmen die Ideen mit, finalisieren nun ihre Pläne bis Mai. Dann werden sie offiziell nochmal der Öffentlichkeit vorgestellt.
Spuren bleiben das Streitthema
Alle vier Büros halten sich an die Vorgabe von vier Autospuren - das hatte der Stadtrat beschlossen. Viele Dresdner, darunter auch Brücken-Experte Steffen Marx von der TU Dresden, wünschen sich aber eine schmalere Variante. Deswegen planen die Büros flexibel, falls sich die politischen Gewichtungen im Stadtrat drehen oder auch die Baukosten explodieren. Bisher bleiben alle im Budgetrahmen von 142 Mio. Euro. Planer Stefan Burghard: „Üblicherweise werden die Brückenkosten in der Planungsphase, in der wir gerade sind, über Brückenflächenkosten ermittelt. Das ist relativ trivial: Wenn ich die Brückenbreite um 10 oder 20 Prozent reduziere, dann würden sich auch entsprechend die Kosten reduzieren.“
Hören Sie mal rein, wie sich die Dresdner ihre neue „Carola“ wünschen…




