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Zoo will Orang-Utan-Haus spätestens Ostern eröffnen

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Das neue Orang-Utan-Haus im Dresdner Zoo nimmt deutliche Formen an. Im Inneren laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Der Rohbau ist seit geraumer Zeit fertig, auch die Haustechnik hat nicht mehr lange zu tun, sagte uns Zoo-Kurator Wolfgang Ludwig. Nachdem die Eröffnung bereits verschoben werden musste, hat der Zoo nun einen neuen Termin verkündet: spätestens Ostern 2024 soll alles fertig werden. Wenige Wochen zuvor sollen die Tiere bereits einziehen und sich an ihre neuen Gehege gewöhnen.

Künftig sollen in dem Haus nicht nur die Menschenaffen, sondern auch die Riesenschildkröten, Glattottern oder Binturongs (eine Schleichkatzenart) ein neues Zuhause finden. Sie leben in freier Natur in demselben Lebensraum wie die Affen, dem Regenwald.

So sollen die Gehege gestaltet werden

Bei den Gehegen der Orang-Utans werden im Innen- sowie Außengehege Kunstbäume gebaut. Der Vorteil daran ist, dass diese nicht verrotten wie die Totholzbäume. Sie werden jahrzehntelang halten, so der Zoo-Kurator Wolfgang Ludwig: "Wenn die Bäume installiert sind, kommt noch weiteres Kletterspielzeug für die Affen, wie zum Beispiel Seile oder Netze hinzu".

Zudem werden Schutzhütten gebaut, damit die Tiere auch bei schlechtem Wetter draußen auf dem Rasen sitzen können. Im Inneren wird eine dicke Schicht von Holzspänen aufgeschüttet, sodass die Orang-Utans einen weichen Boden haben. Im alten Haus konnten sie lediglich einen Betonboden nutzen.

Für Besucher gibt es dabei viel zu entdecken. Denn durch den runden Aufbau des Hauses sind die Tiere das gesamte Jahr durch die riesigen Scheiben im inneren sowie auch im äußeren Gehege zu sehen. Mit einem Durchmesser des Innenhofes von 33 Metern und einem Gebäudedurchmesser von 60 Metern ist das neue Orang-Utan-Haus das mit Abstand größte Gebäude im Zoo.

Deutlich teurer als geplant

Die Planungen für das Haus starteten bereits im Jahr 2018 mit 17 Millionen Euro. Letztlich wird der Preis bei etwa 21,5 Millionen Euro liegen. Damit ist es das teuerste Bauprojekt in der Geschichte des Dresdner Zoos.

Ein großer Teil davon sind Spenden: Mehr als zwei Millionen Euro kamen zusammen.