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Entwarnung nach Bombenfund in Friedrichstadt

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Entwarnung nach dem Fund einer Fliegerbombe im Dresdner Stadtteil Friedrichstadt. Der Blindgänger konnte am Samstagmorgen kurz nach sechs erfolgreich entschärft werden. Die 250-Kilo-Bombe aus dem 2. Weltkrieg hatten Bauarbeiter am Freitagnachmittag auf einer Baustelle an der Fröbelstraße gefunden. Weil sie bewegt worden war, musste sie umgehend entschärft werden.

Noch am Freitagabend begannen umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen, die die ganze Nacht andauerten. Durch den Kampfmittelräumdienst wurde ein Absperrradius von 800 Metern festgelegt. Dies betraf etwa 7.400 Menschen in circa 565 Objekten. Von der Evakuierung waren auch ein Obdachlosenheim, eine Asylunterkunft sowie ein Pflegeheim betroffen.

Als Notunterkünfte konnten auf der Clara-Zetkin-Straße und Aachener Straße zwei Schulen, sowie auf der Magdeburger Straße die Energieverbundarena eingerichtet werden. Etwa 450 Personen nahmen dieses Angebot in Anspruch, teilte die Feuerwehr mit. Im Krankenhaus Friedrichstadt kamen 29 pflegebedürftige Personen unter.

Mit Unterstützung der Einsatzgruppen der Hilfsorganisationen konnte für Personen in Quarantäne bzw. mit Symptomen ein gesonderter Bereich in der 35. Oberschule eingerichtet werden. Insgesamt 27 Personen die an Corona erkrankt bzw. bei denen der Verdacht darauf im Raum stand, wurden getrennt von den anderen Personen untergebracht.

Das Kriseninterventionsteam kümmerte sich um Personen mit Betreuungsbedarf. Alle anderen Personen konnten sich selbst um eine Unterbringung kümmern. Mehrere Busse der Dresdner Verkehrsbetriebe standen an drei Standorten bereit, um Personen zu den Notunterkünften zu transportieren. Um 04:30 Uhr waren die Evakuierungsmaßnahmen abgeschlossen und die Entschärfung der Bombe konnte beginnen.

Nachdem der Sprengmeister die Entschärfung der Bombe um 06:15 Uhr bestätigt hatte, konnten alle Sperrungen aufgehoben werden und alle evakuierten Personen in ihre Wohnungen zurückkehren. Mit Unterstützung der DVB konnten zahlreiche Evakuierte mit Bussen zurück zu ihren Wohnungen transportiert werden. Neben 190 Einsatzkräften der Polizei waren 212 Feuerwehrleute von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr im Einsatz. Unterstützung kam von 124 ehrenamtlichen Kräften des Deutschen Roten Kreuzes, dem Malteser Hilfsdienst, der Johanniter-Unfall-Hilfe und die 40 Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerkes.

Die Zusammenfassung der Ereignisse in unserem Ticker:

+++ Update 06:24 +++

Die Weltkriegsbombe, die gestern Nachmittag auf einem Grundstück an der Fröbelstraße gefunden wurde, ist entschärft. Punkt 06.15 Uhr gaben die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Entwarnung. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie die beiden Zünder der amerikanischen Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg ausgebaut. Die 250 Kilogramm schwere Bombe wird nun zur Entsorgung in die zentrale Sammelstelle nach Zeithain gebracht.

Alle Evakuierungsmaßnahmen sowie Straßensperrungen werden nun zurückgefahren. Neben den Feuerwehr- und Rettungskräften waren 190 Polizeibeamte am Einsatz beteiligt.

+++ Update 04:37 Uhr +++

Die Evakuierungsmaßnahmen sind abgeschlossen. Das teilte die Polizei mit. Rund 400 Betroffene sind in den Notunterkünften aufgenommen worden.

Aktuell kontrolliert die Polizei nochmals den Sicherheitsbereich. Im Anschluss werden die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit der Entschärfung der Bombe beginnen.

Während der Entschärfung bleibt der Sicherheitsbereich gesperrt. Autofahrer sollten das Gebiet weiträumig zu umfahren.

+++ Update 03:02 Uhr +++

Wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilt, ist auch die Notunterkunft in der 35. Oberschule auf der Clara-Zetkin-Straße ausgelastet.

Ausweichmöglichkeit gibt es in die 56. Obeschule in der Aachener Straße. Dort soll es nun auch einen separaten Bereich für Covid-Patienten geben, so die Feuerwehr.

+++ Update 02:10 Uhr +++

Wie die Feuerwehr mitteilte, ist die Notunterkunft der EnergieVerbundArena auf der Magdeburger Straße bereits ausgelastet.

Betroffene werden gebeten, auf die anderen beiden Unterkünfte (56. Oberschule auf der Aachener Straße 10 für Menschen ohne Corona-Symptome und Quarantäne und die 35. Oberschule auf der Clara-Zetkin-Straße 20 für alle) auszuweichen.

+++ Update 02:00 Uhr +++

Wie uns ein Polizeisprecher sagte, kann aktuell nicht abgeschätzt werden, wann die Evakuierungen beendet sind. Die Einsatzkräfte gehen derzeit von Haus zu Haus in dem Sperrkreis und überprüfen, ob noch Menschen vor Ort sind. Wohnungen werden jedoch nicht betreten. 

In den Notunterkünften haben sich mindestens 400 Menschen eingetroffen, Tendenz steigend. Über 7400 Menschen müssen in Sicherheit gebracht. Wie viele davon auf andere private Unterkünfte ausweichen, ist momentan nicht einzuschätzen.

+++ Update 01:10 Uhr +++

Wann die Evakuierung abgeschlossen sein wird, ist nicht bekannt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr beginnen demnächst mit der Evakuierung einer Asylunterkunft sowie einer Einrichtung für Obdachlose.

+++ Update 00:40 Uhr +++

Neben der Feuerwehr, den Rettungsdiensten und THW sind aktuell 190 Polizisten im Einsatz. Unterstützt wird die Polizeidirektion Dresden von Beamten der Sächsischen Bereitschaftspolizei und Bundespolizei.

Auch zur aktuellen Stunde läuft die Evakuierung weiter. Erst wenn alle Personen den Sperrkreis verlassen haben, kann mit der Evakuierung begonnen werden.

+++ Update 00:10 Uhr +++

Zusätzlich zu den beiden bestehenden Notunterkünften (56. Oberschule auf der Aachener Straße 10 und 35. Oberschule auf der Clara-Zetkin-Straße 20) wurde eine weitere gefunden. Auch die Energieverbund-Arena auf der Magdeburger Straße 10 steht bereit.

Diese ist allerdings nicht barrierefrei und nur für Personen, die sich nicht in Quarantäne befinden beziehungsweise keine entsprechenden Symptome aufweisen.

+++ Update 00:05 Uhr +++

Die Evakuierungen sind noch nicht abgeschlossen. Das schreibt die Polizei auf Twitter. Wie viele Menschen sich noch im Sperrkreis aufhalten, ist nicht bekannt.

+++ Update 23:40 +++

Die Notunterkünfte für Betroffene, die ihre Wohnungen verlassen müssen, stehen bereit.  Dabei handelt es sich zum einen um die 56. Oberschule auf der Aachener Straße 10. Diese kann von allen Personen aufgesucht werden, die sich nicht in Quarantäne befinden.

Die 35. Oberschule auf der Clara-Zetkin-Straße 20 ist für alle, die im Evakuierungsbereich wohnen. Dorthin sollen sich auch diejenigen wenden, die sich in Quarantäne befinden oder entsprechende Symptome aufweisen. Eine medizinische Betreuung ist vor Ort. Eine räumliche Trennung findet statt.
 

Ein Busshuttle wurde ebenfalls eingerichtet:

  • Löbtauer Straße Ecke Hirschfelder Straße sowie Löbtauer Straße Ecke Berliner Straße
  • Werner Straße Ecke Lübecker Straße

+++ Update 23:00 Uhr +++

Laut Feuerwehr dauern die Evakuierungsmaßnahmen weiterhin an. Zahlreiche Einsatzkräfte sind vor Ort. Auch das DRK, das THW Dresden und die Johanniter-Unfall-Hilfe unterstützen. Über feststehende Notunterkünfte ist noch nichts bekannt.

+++ Update 22:24 Uhr +++

Laut Polizei müssen rund 7400 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Der Einsatz werde vermutlich bis in die frühen Morgenstunden dauern. Es sei unklar, wann genau die Entschärfung beginnen könne. Auch ein S-Bahnhof liegt im Sperrkreis. Über eine Streckensperrung ist bis jetzt jedoch nichts bekannt.

Die Stadt teilte mit, dass insgesamt 565 Adressen betroffen sind.

+++ Update 21:11 Uhr +++

Wie uns Polizeisprecher Marko Laske sagte, muss die Bombe noch heute entschärft werden. Von ihr gehe ein erhöhtes Gefahrenpotential aus. Man hofft, dass die Bombe zeitnah entschärft werden kann. Allerdings kann dies auch noch bis in die Morgenstunden andauern, so Laske.

Außerdem befindet sich in dem Evakuierungsradius ein Pflegeheim. Dort will man dafür Sorge tragen, dass die Menschen innerhalb des Gebäudes in sicheren Bereichen verbleiben können.

Polizeisprecher Marko Laske

+++ Update 20:58 Uhr +++

Wie die Polizei mitteilte, ist zwischenzeitlich der Evakuierungsbereich festgelegt worden (siehe Karte). Dieser entspricht etwa einem Radius von 800 Metern.

Alle Menschen, die in diesem Gebiet wohnen, werden aufgefordert, ihre Wohnungen bis 23 Uhr zu verlassen. Notunterkünfte werden vorbereitet. Laut der Stadt ist die Herausforderung hierbei die separate Unterbringung von Bürgerinnen und Bürgern, die sich corona-positiv in häuslicher Quarantäne befinden.

Anschließend ist die Entschärfung der 250 Kilogramm schweren Fliegerbombe durch Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes geplant. Die Einsatzmaßnahmen können bis zum Morgen andauern.
 

+++ Update 19:55 Uhr +++

Die Feuerwehr Dresden hat auf Twitter nun ebenfalls über den Fund der Bombe informiert und fährt ihre Feuerwehreinsatzleitung hoch.

+++ Update 18:57 Uhr +++

Wie uns Polizeisprecher Uwe Hofmann sagte, handelt es sich um eine 250 Kilogramm schweren Blindgänger amerikanischer Bauart. Durch die Bauarbeiten wurde die Bombe möglicherweise schon bewegt, so Hofmann.

Die Evakuierungsmaßnahmen laufen. Wie groß der Sperrbezirk sein wird und wie viele Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen, ist aktuell noch unklar.

+++ Stand 18:00 Uhr +++

Bauarbeiter haben auf einem Grundstück an der Fröbelstraße am Freitagnachmittag eine Weltkriegsbombe gefunden. Wie die Polizei mitteilte, sperrten Beamten den unmittelbaren Bereich ab und zog die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes hinzu.

Diese entschied, dass noch am Abend Evakuierungsmaßnahmen nötig sind.