Mordfall Valeriia (9): Angeklagter greift Anwalt an
Im Prozess um den grausamen Mord an der kleinen Valeriia (9) aus Döbeln sorgte der Angeklagte am zweiten Verhandlungstag für Verwunderung. Statt sich zu den schrecklichen Vorwürfen zu äußern, griff der 37-jährige Moldawier seinen eigenen Anwalt an!
Kritik an Anwalt statt Aussage
Der Angeklagte beschwerte sich lautstark über seinen Rechtsbeistand und fragte den Richter, ob eine neue Ermittlung organisiert werden könne. Der Vorsitzende lehnte dies ab.
Daraufhin schwieg der Angeklagte und schüttelte mehrfach den Kopf. Ein von ihm vorbereiteter Stapel Dokumente, der die „ganze Geschichte“ enthalten sollte, wurde nicht vorgetragen. Der Richter hatte ihn aufgefordert, das auf Russisch verfasste Schreiben vorzulesen, damit es übersetzt werden könne, doch der Angeklagte kam dem nicht nach.
So grausam starb Valeriia
Laut Anklage tötete der Mann das neunjährige Mädchen am 3. Juni 2024 auf bestialische Weise. Er soll Valeriias Kopf in eine Schlammpfütze gedrückt haben, bis sie qualvoll erstickte. Der Grund? Blinde Wut und krankhafte Eifersucht! Nur wenige Tage zuvor hatte sich Valeriias Mutter von ihm getrennt.
Beweise belasten den Angeklagten schwer
Eine Polizeibeamtin legte Beweise vor: Die Handys des Mannes wurden am Abend vor der Tat am Wohnort von Valeriias Mutter geortet. „Wir wissen auf jeden Fall: Er war dort“, so die Ermittlerin. Am Morgen der Tat erfasste eine Kamera sein Auto – auf dem Weg in den Wald, wo Valeriia später tot gefunden wurde. Der Prozess wird am 27. Januar am Landgericht Chemnitz fortgesetzt. (mit dpa)