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Mehr Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienst

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Für die Dresdner Feuerwehr und den Rettungsdienst gab es im vergangenen Jahr allerhand zu tun. Die Einsätze sind in fast allen Bereichen gestiegen. Das zeigt die große Jahresbilanz 2021, die am Donnerstag vorgestellt wurde. Neben Großbränden wie im Dresdner Industriegebiet, Starkregen im Sommer oder Strumgeschehen im Oktober sorgte vor allem die Corona-Pandemie für viele zusätzliche Herausforderungen.

Rund 10 Prozent mehr Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienst

In der Landeshauptstadt Dresden sowie den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen wählten im Jahr 2021 knapp 184.000 Menschen den Notruf. Nicht immer musste der Notarzt ausrücken. Es kam zu 167.000 Einsätzen - ein Anstieg von etwa 9 Prozent im Vergleich zu 2020. "Wir stellen auch fest, dass die Notrufe immer länger dauern", sagte uns der Chef der Dresdner Feuerwehr Dr. Michael Katzsch.

Durch das hohe Infektionsgeschehen waren die die Intensivbetten schnell belegt. Das hatte zur Folge, dass das "Kleeblatt-System" zum Tragen kam und die Patienten in andere Bundesländer verlegt wurden musste. Der Intensivtransport stieg daher um 42 Prozent auf etwa 260 Einsätze an.

Auch die Feuerwehr blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. "Wir haben im vergangen Jahr deutlich mehr Einsätze absolvieren müssen", sagte uns Feuerwehrpressesprecher Michael Klahre. Insgesamt rückten sie knapp 9500 mal aus. Die Zahl der Wohnungsbrände stieg deutlich auf 216 an.

Hochwasserhilfe

Im Sommer 2021 rückten 123 Einsatzkräfte mit 33 Fahrzeugen zu dem Katastrophengebiet Ahrweiler in Rheinland-Pfalz aus. Das Hochwasser hatte dort für große Zerstörung gesorgt. "Das war eine große Herausforderung, das Personal und das Material so kurzfristig zu finden", so Feuerwehr-Chef Katzsch. "Wir waren aber sehr froh, vor Ort helfen zu können."

Großeinsätze der Feuerwehr

Wetterbedingte Einsätze waren bei der Feuerwehr 2021 ein großes Thema. Besonders am 21. Oktober kam es zu dem wohl anstrengendsten Tag des Jahres. In den Morgenstunden hatte ein Großaufgebot der Feuerwehr den Großbrand einer Flüssiggasanlage im Dresdner Norden bekämpft, als das Sturmtief "Ignatz" eintraf. Durch die Beseitigung der Sturmschäden gab es an diesem Tag mehr als 300 Einsätze.

Auch der Bombenfund am 12. November in Friedrichstadt sorgte für einen langen Einsatztag,

Personalsituation

Die Personalsituation für den Nachwuchs sei schwierig, so Katzsch. "Derzeit können wir mit der Bewerberlage noch leben". Die Plätze bei den Ausbildungsbereichen der Feuerwehr und  bei den Notfallsanitätern für dieses Jahr sind zwar besetzt, doch es wird weiterhin kräftig um neue Mitstreiter geworben. Bei der Freiwilligen Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr sind immer neue Mitglieder willkommen.

Die Kinder- und Jugendfeuerwehren liefen 2021 zwar weiter, waren durch die Pandemie aber stark eingeschränkt. "Wir konnten im Jahr 2021 insgesamt 30 Jugendliche in die aktive Abteilung unserer Freiwilligen Feuerwehr aufnehmen", freute sich Katzsch.

Ausblick 2022

Im Laufe des Jahres soll es für die Einsatzkräfte mehr Platz geben. Im Sommer soll die neue Rettungswache auf der Zamenhofstraße in Leuben eröffnen. In Mobschatz beginnen derweil die Bauarbeiten für eine neue Feuerwehrwache.