++ EIL ++

Lokführerstreik - Kaum Einschränkungen am Flughafen Dresden

Zuletzt aktualisiert:

+++ Update 11.08., 12:38 Uhr +++

Wie die Mitteldeutsche Flughafen AG mitteilte, waren Flugreisende am Airport Dresden am Mittwoch von dem Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokführer kaum betroffen. Man habe bisher keine größere Beeinträchtigungen für die Fluggäste festgestellt, so der Pressersprecher der Mitteldeutschen Flughafen AG Arno Schwerin.

Der Dresdner Flughafen sei nicht nur mit der S-Bahn, sondern auch mit dem Bus gut erreichbar. „Wir gehen davon aus, dass unsere Fluggäste kein Risiko eingehen wollen, um beim Abflug nicht zu spät zu kommen. Offenbar haben sie sich daher auf die Situation eingestellt und ihre An- und Abreise anders als mit der Bahn organisiert“, laut Schwerin.

Bundesweit wurden wegen des Streiks drei Viertel aller Fernzüge gestrichen, im Regional- und S-Bahnverkehr musste besonders im Osten Deutschlands mit Einschränkungen gerechnet werden.

Der Streik der Lokführer führt zu großen Lücken im Angebot der Deutschen Bahn auch in Sachsen. Wie der Pressesprecher Christian Schlemper vom Verkehrverbund Oberelbe uns sagte, müssen Fahrgäste in Dresden ab Mittwoch mit Einschränkungen auf den S-Bahn-Linien rechnen.

So fährt die S1 nur noch im Stundentakt zwischen Pirna und Coswig. Zwischen Pirna und der Sächsischen Schweiz, sowie Coswig und Meißen sind Ersatzbusse im Einsatz.

Die S2 zwischen Pirna und Dresden-Neustadt fällt aus, zum Flughafen ist allerdings auch Schienenersatzverkehr unterwegs.

Auch auf der Linie S3 gibt es Einschränkungen, so fahren zwischen Dresden und Tharandt nur noch Busse.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat nach einer Urabstimmung ihre Mitglieder im Bahnkonzern zu einem Arbeitskampf aufgerufen, der im Güterverkehr bereits am Dienstagabend beginnen sollte. Fern- und Regionalverkehr werden laut der Ankündigung ab Mittwoch, 2 Uhr, für 48 Stunden bundesweit bestreikt, so dass die Bahn erst für den Freitag wieder mit einem störungsfreien Verkehr rechnet. Das folgende Wochenende soll verschont bleiben, kündigte die GDL an. Die Deutsche Bahn hat für Mittwoch und Donnerstag 75 Prozent ihrer Fernzüge gestrichen.

Trotz eines Ersatzfahrplans könne man nicht garantieren, dass alle Reisenden wie gewünscht an ihr Ziel kommen, betonte ein Bahnsprecher. Man bitte daher Fahrgäste, die nicht zwingend fahren müssen, ihre Reise möglichst zu verschieben. Gegenüber den Kunden wolle man sich sehr kulant zeigen. Die für den Streikzeitraum gelösten Karten könnten bis einschließlich dem 20. August bei aufgehobener Zugbindung genutzt oder erstattet werden.

Beim Regionalverkehr werde das ebenfalls sehr eingeschränkte Angebot regional sehr stark schwanken. Es gehe in den Metropolregionen und im ländlichen Raum darum, ein Grundangebot für Schüler und Pendler sowie wichtige Zubringer zu Fernverkehrszügen oder Flughäfen beizubehalten.

Die Informationen würden so schnell wie möglich in die elektronischen Informationssysteme eingepflegt. Der Ersatzfahrplan für den Fernverkehr sollte in der Fahrplanauskunft auf bahn.de und in der App DB Navigator abrufbar sein.