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Linke will Panzer-Verbot auf Dresdner Stadtfest

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Familien, Kinder, ausgelassene Stimmung - und dazwischen auch ein Radpanzer sowie das Flugabwehrsystem Patriot der Bundeswehr. Das fand André Schollbach, Fraktionschef der Linken im Rathaus,beim diesjährigen Stadtfest mehr als befremdlich. „Ich habe selten so viele Reaktionen aus der Bevölkerung erhalten, wie bei diesem Thema. Die Rüstungsspirale dreht sich immer schneller, es wird für Kriegstüchtigkeit getrommelt. Das Thema Frieden bewegt derzeit so viele Menschen“, so Schollbach. Deswegen habe „Kriegsgerät hat auf einem Stadtfest nichts zu suchen“.„Ich fand das entsetzlich“, so Schollbach weiter.

Deswegen reichten die Linken jetzt einen Antrag in den Stadtrat ein, der bei zukünftigen Stadtfesten die Schau von Militärgerät verbieten soll. Dazu müsste er sich auch bei anderen Parteien eine Mehrheit holen. „Zur AfD werde ich da aber bestimmt nicht gehen, das versteht sich von selbst“, so Schollbach.

„Panzer zwischen Zuckerwatte und Hüpfburg“ würden schweres Militärgerät verniedlichen. „Die Bundeswehr ist kein Abenteuer-Camp, sondern eine Armee“, erklärt Schollbach weiter.

Übrigens nicht sein erstes Aufbegehren gegen die Bundeswehr. Er habe, nach eigenen Aussagen, bereits die Straßenbahn-Werbung der Bundeswehr gestoppt. Die fuhr vor ein paar Jahren in Tarnfarben durch die Stadt. Schollbach: „Ich habe da immer wieder hartnäckig nachgehakt bis die DVB den Werbe-Vertrag mit der Bundeswehr beendete.“

Das „Waffen-Verbot“ bezieht sich nur auf schweres Gerät der Bundeswehr. Die Polizei sei von dem Linken-Antrag ausgenommen.

Audio:

Andre Schollbach erklärt die Ratsvorlage