Lili-Elbe-Straße hat ein neues Schild
Die Lili-Elbe-Straße in Dresden hat wieder ein Straßenschild. Sechs Wochen nach dem Diebstahl haben die Jusos die Angelegenheit kurzerhand selbst in die Hand genommen. Nach einer kleinen Demonstration durch die Stadt hängten sie am Montag ihr eigenes Metallschild auf.
Dieses dient jedoch nur als Übergangslösung, bis die Stadt das offizielle Schild anbringt. Die Lili-Elbe-Straße wurde am 17. Mai feierlich eingeweiht, zu Ehren an die dänische Malerin Lili Elbe, einer Transgenderpionierin. Sie unterzog sich als einer der ersten Menschen in Dresden einer geschlechtsangleichenden Operation und liegt auf dem nahen Trinitatesfriedhof begraben. Mit der Straße wurde zugleich ein Zeichen für die queere Community in Dresden gesetzt. Doch schon am Tag darauf wurde das Schild von Unbekannten entfernt.
Elli Martius (21), Co-Vorsitzende der Jusos Dresden erklärt: „Queere Repräsentation im Stadtgeschehen ist ungemein wichtig. Dresden hat sich nach außen mit der Benennung der Straße gerühmt, schweigt jedoch zum Diebstahl.“ Sie ergänzt: „Die Stadt hat es nicht geschafft, die Repräsentation schnell wieder herzustellen, jetzt haben wir es selbst in die Hand genommen.“