++ EIL ++

Leitstelle für geflüchtete Ukrainer am Hauptbahnhof schließt

Zuletzt aktualisiert:

Am Hauptbahnhof Dresden endet am Dienstag, 31. Mai die Arbeit des Anlaufzentrums für ukrainische Geflüchtete. Aktuell kommen dort kaum noch Ukrainer an. Der Hauptbahnhof entwickelte sich im März und April zu einer der größten Ankunftsstellen von ukrainischen Flüchtlingen in Deutschland. Im März und April kamen zeitweise bis zu 400 Menschen am Tag an. Um sie zügig und möglichst passgenau an die Erstaufnahmeeinrichtungen des Freistaates Sachsen oder in städtische Unterkünfte zu vermitteln, wurde Anfang März die Leitstelle am Dresdner Hauptbahnhof eingerichtet.

Seit Mai gehen allerdings die Ankunftszahlen zurück. Aktuell bewegen sich diese im einstelligen Bereich. Zu den rückläufigen Ankunftszahlen am Hauptbahnhof trägt auch der seit dem 16. Mai 2022 in Dresden geltende, vorübergehende Aufnahme- und Registrierungsstopp für Geflüchtete aus der Ukraine bei. Sollten wieder mehr Ukrainer nach Deutschland und Dresden kommen, will die Stadtverwaltung die Reaktivierung der Leitstelle im Hauptbahnhof prüfen. Ungeachtet dessen bleibt die Diakonie im Rahmen der unvermindert fortbestehenden Bahnhofsmission für Reisende, Wohnungslose und Geflüchtete am Dresdner Hauptbahnhof präsent.

Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann dankt allen, die Geflüchtete am Dresdner Hauptbahnhof willkommen geheißen haben: „Die Lotsinnen und Lotsen haben hervorragende Arbeit geleistet. Das hat die Willkommenskultur in Dresden beflügelt. Die unkomplizierte und vertrauensvolle Kooperation mit Diakonie, Bahnhofsmanagement und Bundespolizei hat sich als Glücksfall für die Geflüchteten erwiesen. Mein herzlicher Dank geht auch an die Dresdner Verkehrsbetriebe, die anfangs sofort den Transport der Flüchtlinge in die Turnhallen übernommen haben, und an SachsenEnergie, die den Raum kurzfristig zur Verfügung gestellt hat.“