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  • Rund 2.500 Lehrer haben am Carolaplatz in Dresden für sieben Prozent mehr Lohn demonstriert
  • Bei Kälte und Schnee machten tausende Lehrer am Donnerstag Mittag lautstark auf ihre Forderungen aufmerksam

Lehrerstreik in ganz Sachsen geht in die nächste Runde

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Mit einem landesweiten Warnstreik und zwei Großkundgebungen haben Sachsens Lehrer heute noch einmal final auf ihre Forderungen in der aktuellen Tarifrunde aufmerksam gemacht. Auch viele Landesbedienstete folgten dem Aufruf der Gewerkschaften. In Dresden versammelten sich rund 2.500 Beschäftigte auf dem Carolaplatz vor dem Finanzministerium, in Leipzig kamen rund 3.000 Beschäftigte auf dem Richard-Wagner-Platz zusammen. Ihnen geht es um sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro mehr im Monat.

Hauptredner der Kundgebung in Dresden war der dbb-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Volker Geyer. Er zeigte Verständnis, dass die Finanzlage im Länderhaushalt angespannt sei. Aber: „Die Finanzlage der Beschäftigten ist ebenfalls angespannt. Zuletzt sind die Mieten sogar stärker gestiegen als die Inflation. Wir brauchen eine Verbesserung der Einkommen, die es mit der Inflation aufnehmen kann“, unterstrich Geyer.
 
Mit den aktuellen Warnstreiks erhöhen die Gewerkschaften den Druck im Vorfeld der dritten und entscheidenden Verhandlungsrunde am 11. Februar. Bislang liegt von der Arbeitgeberseite weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot vor, heißt es von den Gewerkschaften.

 

Audio:

Wir waren beim Streik in Dresden dabei und haben nachgefragt, was die Lehrer außerdem fordern.