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Prozess wegen erpresserischen Menschenraubs gestartet

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Eine 20-Jährige und ein 33-Jähriger müssen sich seit dem Freitagvormittag vor dem Landgericht Dresden u.a. wegen erpresserischen Menschenraubs, schweren Raubs, schwerer räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Die junge Frau soll laut Staatsanwaltschaft über eine Dating-Plattform Kontakt zu einem 20-Jährigen aufgenommen und ihm sexuelle Handlungen in Aussicht gestellt haben. Unter diesem Vorwand lockte die 20-Jährige den jungen Mann am 27. August 2021 in ihrer Wohnung, wo der 33-Jährige schon wartete. Im Laufe des Abends sollen die Beschuldigten den Mann gefesselt und ihn anschließend mehrere Stunden misshandelt haben. Laut Staatsanwaltschaft hätten die beiden den 20-Jährigen unter anderem mehrfach geschlagen, getreten, mit Reinigungsmitteln besprüht, mit zwei Messern leicht in die Haut geritzt und ihm für mehrere Sekunden eine Plastiktüte über den Kopf gestülpt haben. Außerdem sollen die 20-Jährige und der 33-Jährige die aussichtslose Lage des jungen Mannes ausgenutzt haben, um ihm sein Handy im Wert von 350 Euro abzunehmen. Sie sollen den 20-Jährigen auch gezwungen haben, ihn etwa 400 Euro zu überweisen.

Beide wurden einen Tag später vorläufig festgenommen und sitzen seit dem 29. August 2021 in Untersuchungshaft. Die 20-Jährige ist bereits erheblich und teilweise einschlägig vorbestraft, der 33-Jährige geringfügig und nicht einschlägig vorbestraft.

Der Prozess ist bis Mitte April angesetzt.