- Hendrik M. Dietrich vor seinem Geschäft
Jetzt gibt's Erinnerungssteine von der Carolabrücke
Kennen sie noch die Mauerspechte, die sich nach der Wende ein Stück der Berliner Mauer als Erinnerungsstück gesichert haben? Genau die sind Vorbild für die Brückenspechte, die jetzt Erinnerungssteine von der Dresdner Carolabrücke anbieten.
Der Geschenkeladen „Catapult“ in der Neustadt ist auf die Idee gekommen. Inhaber Hendrik M. Dietrich hat das Abbruch-Unternehmen kontaktiert und ihm eine paar Original-Brocken abgeluchst.
Die wurden mit einer Plakette verziert und verkauft, je nach Größe für zehn bis 20 Euro. Dazu gibt es ein Echtheits-Zertifikat direkt vom Abbruch-Unternehmen.
Als die Nachricht vom Stein-Verkauf die Runde machte, wurde der Laden regelrecht überrannt - die Erinnerungsstücke an die Carolabrücke waren innerhalb von zwei Tagen ausverkauft. Hendrik Dietrich muss nun nachproduzieren und hat auch schon neues Abbruchmaterial bestellt.
Ein Euro vom Verkaufspreis wird an den Fernsehturm Dresden e.V. gespendet. Hintergrund ist die Ankündigung, dass eingeplante Gelder für die Turm-Sanierung für einen Brückenneubau umgewidmet werden sollen.
Dietrich verdient nach eigenen Angaben übrigens kein Geld mit dem Verkauf der Bruchstücke. Er will sie auch nur eine begrenzte Zeit und in einer limitierten Stückzahl anbieten. Er dürfte auch einer der wenigen blieben, die legal an das Abbruchmaterial gelangen. Denn Brückenspechte, ähnlich den Mauerspechten damals in Berlin, werden in Dresden wohl kaum direkt an die Trümmerteile der Brücke kommen.

