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Hitzewelle und Niedrigwasser: Dampfer auf Mini-Tour unterwegs

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Gerade einmal 57 Zentimeter - So der Tiefstand des Elbpegels am Mittwochmorgen in Dresden. Die Hitzewelle und Niedrigwasser lassen die historischen Dampfer nahezu auf Grund laufen. Die Weiße Flotte ist nur noch auf einer Mini-Tour zwischen Terrassenufer und Blasewitz unterwegs. Sollte die kritische Pegel-Marke von 50 Zentimeter unterschritten werden, müsste auch die letzte Verbindung eingestellt werden.

Normalerweise liegt der Pegel bei um die zwei Meter. Der gewerbliche Schiffsverkehr ist schon seit Wochen eingestellt. Die letzte Tour datiert vom 28. Mai, wie Wolfgang Schneider von der Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH in Dresden berichtete. „Seitdem ist nichts mehr möglich.“

Die Reederei Weiße Flotte fordert angesichts der wiederkehrenden Trockenheit eine Debatte über Anstauungen und Rückhaltebecken. Wie uns der nautische Sprecher Jürgen Haubold sagte, könnten diese im Einklang von Umwelt, Natur und Architektur entstehen. Es gebe im Frühjahr viel Wasser in der Elbe, das vor allem auch mit Blick auf die Grundwassersituation genutzt werden sollte. Der BUND hatte sich bislang streng gegen einen Eingriff für einen Ausbau der Elbe ausgesprochen. (mit dpa)