- Innen wird die Ausstellungsfläche mit mobilen Wänden und Vorhängen flexibel gehalten
- Von außen ändert sich am Gebäude nicht viel, es ist denkmalgeschützt
- Die Robotron-Kantine liegt seit Jahren brach. Jetzt stellten Architekten ihre Umbau-Ideen vor
- Die Entwürfe der zwölf Büros, die sich am Wettbewerb um die Robotron-Kantine beteiligten, können ab heute im Stadtforum eingesehen werden
Architekten stellen Umbaupläne für Robotron-Kantine vor
Das Architekturbüro KNERER UND LANG hat den 1. Preis für den Umbau der Robotron-Kantine in Dresden gewonnen. Das denkmalgeschützte Gebäude, gelegen zwischen Altstadt und Großem Garten, soll ein offenes und flexibel nutzbares Kunst- und Kulturzentrum werden.
Insgesamt beteiligten sich zwölf Büros an diesem nicht offenen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil der Landeshauptstadt. Der Wettbewerb ist mit dem Umbau der Robotron-Kantine verknüpft, den der Bund mit 4 Mio. Euro fördert („Nationale Projekte des Städtebaus“). Zudem gibt die Familie Arnhold noch eine Privatspende von 1,5 Mio. Euro und die Stadt Dresden weitere 612.000 Euro Eigenmittel dazu.
Dachsanierung im Sommer
In ihrer Begründung für den Siegerentwurf hob die Jury hervor: „Das Vorhandene soll sowohl mit seiner ursprünglichen Entwurfsidee, dem architektonischen Konzept, der Materialität und den Erinnerungen an die Zeit der Kantinennutzung weiterleben, als auch die “kulturelle Energie„ der Zeit danach nicht vergessen.“
Überzeugend sei hierbei auch die Auseinandersetzung mit der gesetzten Kostengrenze von rund 6 Mio. Euro. Architektin Raja Bretschneider erklärt den Siegerentwurf so: Man wolle so viel wie möglich von der Kantine und ihrer früheren und jetzigen Nutzung erhalten. Mobile Raumelemente, teils aus recyceltem Material früherer Ausstellungen, sollen verschiedene Ausstellungsflächen kreieren. Auch vor dem Gebäude soll der Vorplatz u.a. aus Abbruch-Material der alten Kantine mitgepflastert werden.
Ingesamt bis 2029 dauern die Bauarbeiten an, dennoch soll der Kunstbetrieb weiter gehen, die Ostrale auch dieses Jahr wieder in der Robotron-Kantine stattfinden. Los gehts im Sommer mit der Dachsanierung.
Mit dem Kunst- und Kulturzentrum entsteht ein ganzjährig bespielbares Gebäude, das auch durch die Nutzung vorhandener technischer Ausstattung agieren will.
Mit der Umnutzung des Gebäudes soll die moderne Kunst- und Kulturszene mehr Raum bekommen.
Alle Entwürfe sind ab heute bis Sonntag, 22. Februar 2026, in der Agora des Stadtforums (Ferdinandplatz) zu sehen.



