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Genossenschaften investieren in Bestand statt Neubau

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In Sachsen wird es immer schwieriger, neue Wohnungen zu bauen, auch für die Sächsischen Wohnungsgenossenschaften. Grund seien hohe Baupreise, gestiegene Zinsen und langwierige Genehmigungsprozesse, sagte uns Mirjam Philipp vom Vorstand. 

Der Neubau sei für viele Genossenschaften faktisch zu einem Risiko geworden. Die Unternehmen würden sich stattdessen auf den langfristigen Erhalt ihres Bestands konzentrieren. 2025 sei deshalb auch kein Jahr des Wachstums gewesen, sondern ein Jahr der Stabilisierung, so Philipp weiter. „Unsere Wohnungsgenossenschaften haben unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen Verantwortung übernommen - für ihre Mitglieder ebenso wie für den langfristigen Erhalt ihrer Bestände.“ 

Ohne verlässliche Rahmenbedingungen lasse sich sozial orientierter Wohnungsbau kaum noch darstellen - insbesondere dann, wenn Neubaukosten Mieten von 15 bis 20 Euro/m2 erfordern würden. „Der Fokus der Genossenschaften liegt daher zunehmend in der Bestandsentwicklung. Aber auch hier gilt: Investitionen müssen langfristig refinanzierbar sein“, so Mirjam Philipp.