Alle Infos zu Gedenken und Menschenkette heute
Heute jährt sich die Bombardierung der Stadt zum 81. Mal. Am 13. Februar 1945 hatten britische und US-amerikanische Bomber als Gegenangriff zum Krieg gegen Nazi-Deutschland die Stadt in Schutt und Asche gelegt, viele Häuser brannten bis auf die Grundmauern nieder. Tausende Menschen starben.
Seit 2010 wird diesem Jahrestag mit einer Menschenkette gedacht, die sich um die Altstadt bildet und auch die Stadt symbolisch vor politischer Vereinnahmung schützen soll. Von der Synagoge über den Kulturpalast und die Kreuzkirche bis zum Postplatz nehmen sich die Menschen weiter zum Rathaus an den Händen. Erwartet werden mehrere tausend Menschen. „Wir laden alle Dresdner ein, gemeinsam mit uns ein Zeichen für Miteinander und Frieden zu setzen. Wichtig ist, dass sich die Teilnehmenden entlang der Strecke gut verteilen“, sagt Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch.
Das sind die Programmpunkte heute
9 Uhr: Dezentrales Gedenken auf dem Altmarkt, Kranzniederlegung auf dem Nordfriedhof mit stillem Gedenken und dem 1. Bürgermeister Jan Donhauser
13 Uhr: Auf dem Heidefriedhof wird den Opfern aller Kriege gedacht, Stadtschreiber Alexander Estis spricht.
15:30 Uhr: Oberbürgermeisterin Rachel Lancaster aus Dresdens Partnerstadt Coventry trifft im Stadtforum ein, wird an der Menschenkette teilnehmen.
17 Uhr: Auftakt zur Menschenkette mit dem Bürgersingen auf dem Vorplatz des Kulturpalastes, Liedzettel werden vor Ort verteilt.
18 Uhr: Alle Glocken der Stadt läuten, die Menschenkette schließt sich (genauer Lageplan siehe Fotos in diesem Artikel)
20.30 Uhr: Ökumenischer Friedensgottesdienst in der Kreuzkirche
22 Uhr: „Nacht der Stimmen“ in der Frauenkirche. Ein besonderer Abend für Erinnerungen und Engagement für Frieden.
Weitere Informationen zu Veranstaltungen rund um den 13. Februar finden Sie hier.
Polizei ist präsent
Die Dresdner Polizei ist hauptsächlich an den Treffpunkten im Zentrum (Altmarkt, Neumarkt) präsent, rechnet mit etwas weniger Versammlungsteilnehmern als noch zum 80. Jubiläum letztes Jahr. „Trotzdem ist es für uns immer ein besonderen Einsatz, weil dieses Datum für Dresden eben diese Bedeutung hat. Das heißt, wir sind heute den ganzen Tag präsent. Morgens beginnt es mit den Kranzniederlegungen, dann verlagert es sich auf den Neumarkt und abends dann auf die Menschenkette. Das heißt: wir haben eine klare Choreografie, klare Uhrzeiten und Orte. Aber es wird für uns ein ziemlich langer Einsatztag. Das spielt auch für den 14. Februar eine Rolle, da die Pause relativ knapp ist und eine organisatorische Herausforderung für uns, die Kräfte so einzuteilen, dass wir alle Zeiten abdecken können“, erklärt Polizeisprecher Thomas Geithner.
Bereits für den 13. Februar sind mehrere Kundgebungen angemeldet. Der herausforderndere Einsatz wird dann aber für Samstag erwartet, wenn rund 1000 Neo-Nazis aus dem Bundesgebiet nach Dresden reisen, um mit ihrem „Gedenkmarsch“ an die Opfer der Bombardierung zu erinnern. Linke Gegendemonstrationen sind ebenfalls bereits angekündigt.
Keine Waffen, Drohnen, vermummte Gesichter
Die Stadt hat von heute, 10 Uhr, bis morgen Abend, 23 Uhr, eine Allgemeinverfügung erlassen. Sie gilt für die Innenstadt und regelt, dass keinerlei Waffen, Schlaggeräte, Pfefferspray oder sonstige, andere Personen gefährdende Gegenstände mitgeführt werden dürfen. Ebenso gilt ein Vermummungsverbot, Gesichter dürfen nicht bedeckt werden. Zudem dürfen keine Drohnen - außer der Polizei-Drohne - über der City aufsteigen. Weitere Details finden Sie hier.