- Viele ehemalige Kollegen von Stoppa waren nach Lauchammer gekommen
- Die Tat geschah vor einem Jahr, im Januar 2025
Gedenkstein erinnert an getöteten Polizisten aus Sachsen
Mit einer Schweigeminute ist am Dienstag an den vor einem Jahr in Lauchhammer getöteten Polizisten aus Sachsen erinnert worden. Um 11.24 Uhr nahmen Kollegen am Tatort an der Bockwitzer Straße ihre Mützen ab. Polizisten in Sachsen unterbrachen ihre Arbeit und hielten inne. Die Ministerpräsidenten von Sachsen und Brandenburg, Kretschmer und Woidke, legten Gestecke nieder.
Der 32-jährige Oberkommissar Maximilian Stoppa aus Dresden war in Lauchhammer von einem Autoschieber angefahren und tödlich verletzt worden.
Mann mit Mut, Entschlossenheit und Herz
Der Dresdner Polizeipräsident Lutz Rodig würdigte den Polizisten und Familienvater als „Mann mit Mut, Entschlossenheit und Herz. “Er war da, weil er anderen helfen wollte. Darum verdiene er höchsten Respekt.„
An ihn erinnert seit heute ein Gedenkstein an der Bockwitzer Straße. “Einer von uns„ steht darauf. Ein Steinmetz aus Lauchhammer verwendete dafür Sandstein aus der Sächsischen Schweiz. Polizisten legten weiße Rosen nieder und verneigten sich.
“Maximilian Stoppa war einer von uns.„ Er habe sich für das Gemeinwohl engagiert. Sein Tod sei ein Angriff auf alle, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.
Der 32-Jährige war auf Zivilstreife. Er hatte Autoschieber verfolgt. In Lauchhammer wollte er ein verdächtiges Fahrzeug kontrollieren. Kurz nachdem er ausgestiegen war, stieß der Fahrer des Pilotautos, das die Fluchtroute der Autoschieber absichern sollte, gegen das Polizeiauto. Stoppa starb an Ort und Stelle.
Heute in einer Woche (14.1.) beginnt am Landgericht Cottbus der Prozess gegen den mutmaßlichen Todesfahrer. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 27-jährigen Polen Mord vor.




