Feuer im Nationalpark Sächsische Schweiz
Im Nationalpark Sächsische Schweiz ist die Feuerwehr seit der Nacht zu Montag im Großeinsatz. Unterhalb der Basteibrücke wurde gegen 0:30 Uhr ein Feuer gemeldet. In dem steilen Gelände war ein Wald- bzw. Waldbodenbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr versuchte von unten und von oben zu löschen, dabei kam auch die Höhenrettung der Freiwilligen Feuerwehr Heidenau zum Einsatz.
Betroffen sind etwa 2.500 Quadratmeter, in denen die Wehren auch am Montagnachmittag immer noch Glutnester im Boden löschen. Die Wasserversorgung erfolgte aus der Elbe und mit Tankerumlauf von der Bastei aus. Die Basteibrücke sowie die Felsenburg Neurathen sind aufgrund der Löscharbeiten bis auf weiteres gesperrt.
Bei dem Einsatz verletzten sich zwei Feuerwehrleute. Einer erlitt einen Schwächeanfall. Der andere verdrehte sich das Knie. Im Einsatz sind aktuell 109 Feuerwehrleute aus Kurort Rathen der Umgebung. Voraussichtlich werden die Löscharbeiten noch den ganzen Tag andauern. Zur Ursache des Brandes ermittelt die Polizei.
„Ich danke den Kameraden für ihren entschlossenen und konsequenten Einsatz“, erklärte Landrat Michael Geisler, der sich am Morgen ein Bild von der Lage vor Ort machte. „Die Wehren haben vorbildlich zusammengearbeitet und damit eine Ausbreitung des Brandes unter diesen extremen Bedingungen wirkungsvoll eindämmen können. Den beiden im Einsatz verletzten Kameraden wünsche ich gute Besserung und schnelle Genesung.

Die aktuelle Trockenheit bedeutet eine erhöhte Gefahr von Waldbränden. Das Landratsamt mahnt daher Waldbesucher zu Vorsicht und umsichtigen Verhalten. Unachtsamkeit, und Fahrlässigkeit sind häufige Ursachen für Waldbrände:
- Tragen Sie durch Ihr Verhalten dazu bei, Waldbrände nicht erst entstehen zu lassen. Halten Sie sich strikt an das Verbot, Feuer im Wald und dessen unmittelbarer Nähe im Umkreis von 100 Metern zu entzünden.
- Auch an ausgewiesenen Feuerstellen gilt die Ausnahmegenehmigung nur bis Waldbrandstufe 2.
- Weisen Sie rauchende oder feuermachende Waldbesucher auf die Gefahren hin.
- Auch achtlos aus dem Autofenster geworfene, noch glimmende Zigarettenreste haben schon oftmals Wald- und Vegetationsbrände verursacht – nutzen Sie daher immer die Aschenbecher Ihrer Fahrzeuge.
Wird ein Waldbrand erkannt, ist sofort die Feuerwehr über Notruf 112 zu verständigen. Eine schnelle Alarmierung gibt den Einsatzkräften wertvolle Zeit, eine Ausbreitung zu verhindern und den Brand wirksam zu bekämpfen. Im Nationalpark und zunehmend auch den anderen Forstbezirken sind Fluchtwege auf Grund der Geländespezifik und dem umherliegenden Totholz sehr begrenzt. Zufahrten und Wegeeinfahrten sind in besucherstarken Zeiten durch parkende Fahrzeuge oftmals blockiert und erschweren damit für die Rettungs- und Hilfskräfte den ohnehin nicht einfachen Zugang in die Wälder noch mehr.







