Trockenheit macht Bäumen in Dresden zu schaffen
In Dresden ist die Luft sauberer geworden und auch der Lärm hat abgenommen. Dafür gibt es mehr Überhitzung und Dürreschäden, heißt es im aktuellen Umweltbericht der Stadt. Das hat gravierende Auswirkungen auf den Baumbestand. So sind zum Beispiel im Jahr 2019 mehr als 200 Straßenbäume abgestorben. Das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahr.
Schuld ist nicht nur fehlender Regen, sondern auch der sinkende Grundwasserspiegel. Besonders an den elbfernen Messstellen ist seit 2014 ein stetiger Rückgang zu verzeichnen. Zugleich gab es im Stadtgebiet von Dresden es in den letzten 20 Jahren im Schnitt fünf- bis sechsmal jährlich Starkregen.
Linde und Ahorn dominieren derzeit noch den Baumbestand in Dresden, werden aber immer weniger. Die Stadt will deshalb mit wissenschaftlicher Begleitung neue Baumarten testen, die widerstandsfähiger sind. Dazu gehören zum Beispiel Buchen, Rot-Eschen und auch Apfelbäume. Ziel sei es, jährlich 1.000 neue Bäume zu pflanzen, sagte uns Detlef Thiel vom Amt für Stadtgrün.
„Es ist eine große Herausforderung, das Stadtgrün an den Klimawandel anzupassen, um Krankheiten, Hitze und andauernde Trockenheit zu kompensieren. Denn nur vitales Stadtgrün kann seinen vielfältigen Funktionen gerecht werden. Stadtgrün soll zudem für alle Bürgerinnen und Bürger verfüg- und nutzbar sein“, so Thiel.
