- Linksabbiegen von der Wigardstraße geht jetzt nicht mehr
- Am Dienstag haben die Markierungsarbeiten begonnen
Das ändert sich am Verkehr rund um die Albertbrücke
Durch den Wegfall der Carolabrücke in Dresden hat der Verkehr auf der Albertbrücke stark zugenommen. Etwa 15.000 Fahrzeuge mehr queren nun hier die Elbe. Das macht sich auch in der benachbarten Glacisstraße bemerkbar. Um die Straße, die Kitas, Schulen und das Heinrich Schütz Konservatorium, beherbergt zu entlasten, wird hier jetzt die Verkehrsführung geändert.
Welche Verkehrsänderungen gibt es
Auf der Wigardstraße (am Staatsministerium) wird in Richtung Albertbrücke eine zweite Rechtsabbiege-Spur eingerichtet. Dafür entfällt das Linksabbiegen von der Wigardstraße in die Glacisstraße. Die Verkehrsplaner erhoffen sich so einen schnelleren Verkehrsabfluss Richtung Brücke und weniger Verkehr auf der Glacisstraße. Gleichzeitig soll die Glacisstraße verkehrsberuhigt werden, denn dort befinden sich Kindergärten und Schulen.
Der Sachsenplatz ist Dresdens Unfallort Nummer eins. Seit dem Einsturz der Carolabrücke kam es dort zu 19 Unfällen. Im gesamten Jahr davor waren es dagegen acht. Der größte Anteil sind dabei Abbiegeunfälle und die Leidtragenden sind meistens Radfahrer. Ab kommender Woche wird deshalb die Ampel von der Albertbrücke Richtung Sachsenplatz so angepasst, dass der Autoverkehr getrennt vom Radverkehr grün bekommt. Das bedeutet zwar, dass die Grünphasen sich für alle Verkehrsteilnehmer verkürzen, aber so die Unfallgefahr sinkt.
Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn: „Wir haben die Verkehrssituation in Dresden seit dem Einsturz der Carolabrücke genau im Blick und steuern nach, wo noch Optimierungspotenziale sind. Dabei untersuchen wir auch die Verkehrssicherheit: Auf der Glacisstraße sind viele Kinder und Jugendliche unterwegs. Die Anpassungen am Rosa-Luxemburg-Platz lenken den Verkehr wieder auf die Wigard- und Albertstraße und sorgen so für sichere Schulwege. Auf der anderen Elbseite am Sachsenplatz beseitigen wir die Unfallhäufungsstelle Nummer eins für den Radverkehr in Dresden.“
Anpassung Umleitung Elberadweg
Da die Carolabrücke auch für den Radverkehr nicht mehr zur Verfügung steht, sind zwischenzeitliche Angebote und Umleitungen erforderlich. Für den derzeit unterbrochenen Elberadweg erfolgte die Umleitungsführung in beiden Fahrtrichtungen bislang über die Wigardstraße / Rosa-Luxemburg-Platz / Albertbrücke.
Eine verbesserte Umleitungsführung führt nun elbaufwärts westlich der Staatskanzlei und weiterführend durch den Staudengarten. Hierzu wurden bereits Bordabsenkungen angepasst und provisorische Rampen hergestellt. Die Umleitungsführung für den Radverkehr in der Gegenrichtung verläuft weiterhin im Zuge der Wigardstraße. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit werden an der Querung der Archivstraße noch eine Furtmarkierung sowie Sinnbilder „Rad“ ergänzt. Mit der Ausführung der Leistungen war die B.A.S. Verkehrstechnik AG beauftragt. Die Kosten belaufen sich auf etwa 10.000 Euro.

