Neue Baufirma an Carolabrücke: Geht jetzt alles ganz schnell?
Für den Abriss der noch stehenden Brückenteile A und B der Carolabrücke hat die Stadt den Auftrag nun ohne europaweite Ausschreibung vergeben. Die Stadt machte durch die neuen Risse im Spannstahl Gefahr im Verzug geltend. Die Ausschreibung geht an die Bautzener Firma „Hentschke Bau GmbH“, die sich von sich aus für den Abbruch der kompletten Carolabrücke angeboten hatte. Aktuell laufen die Absprachen mit dem Unternehmen und Vorbereitungen, um so schnell wie möglich zu starten. Die Schifffahrt soll nur wenig bis kaum eingeschränkt werden. Weitere Details sollen kommende Woche folgen.
Die Hentschke Bau GmbH war auch bei anderen Elbbrücken aktiv - wie der Sanierung der Augustusbrücke oder den letzten Sanierungsarbeiten an der Carolabrücke vor deren Einsturz. „Mit diesem Bauwerk ist das Unternehmen daher bestens vertraut“, heißt es aus dem Rathaus.
Auch in Bad Schandau wurde auf eine große Ausschreibung verzichtet. Das spart laut neuer Infrastruktur-Ministerin Regine Kraushaar 10 Monate Zeit.
Schiffe aktuell nur mit Einzelgenehmigung
Vergangene Woche waren an der Carolabrücke mehrere Spanndrahtbrüche festgestellt worden, einzelne Güterschiffe dürfen daher nur mit Einzelgenehmigung durch. "Diese Regelung bleibt bis auf Weiteres bestehen, sollte keine weitere Zustandsverschlechterung der Brückenzüge eintreten", so das Rathaus.
Um mit dem Abriss schnellstmöglich zu starten, hat die Stadt die Firma Dresdner Bohrgesellschaft mbH mit der Kampfmittelsondierung für das Gebiet beauftragt. Außerdem werden durch das Unternehmen DOMARIN Reste der Bewehrung aus dem Bereich der Fahrrinne entfernt. Die vorab angekündigten Drohnenflüge konnten noch nicht wie geplant stattfinden. Dafür fehle derzeit noch eine Genehmigung.