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Dresdner überlebt 30 Meter-Sturz im Elbsandsteingebirge

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Einsatz für die Bergwacht im Elbsandsteingebirge: auf dem Heimweg nach einer gemütlichen Freiübernachtung im Schmilkaer Gebiet in der sogenannten „Hyazinthenboofe“ westlich der Rotkehlchenstiege auf dem „Oberen Terrassenweg“ rutschte ein 22-jähriger Dresdner auf dem über Nacht gefallenen Neuschnee aus und stürzte unweit vom „Großvaterstuhl“ rund 30 Meter über eine senkrechte Felswand auf den Steilhang. Der Mann überlebte den Sturz schwer verletzt und rutschte den Hang noch circa 15 Meter hinab, dort blieb er dann auf dem „Unteren Terrassenweg“ liegen. 

Sein auf dem oberen Band verbliebener Begleiter konnte Rufkontakt aufnehmen und alarmierte die Rettungsleitstelle, die um 10:30 Uhr die Bergwacht Bad Schandau losschickte. Zwei Bergretter mussten erst noch mit der Fähre übersetzen und dann brachen fünf Kameraden auf, nach beschwerlichem Anmarsch durch den mit Totholz zugefallenen Rauschengrund kamen sie um 11:22 Uhr am mittlerweile deutlich ausgekühlten Patienten an.

Es erfolgte zunächst eine erste medizinische Versorgung und Schmerztherapie, anschließend wurde der Patient wurde mit zwei Wärmedecken in den Luftrettungssack gepackt, einige Meter getragen und von einem Luftretter der Bergwacht durch eine enge Lücke zwischen Felswand und Bäumen hinauf zum Hubschrauber begleitet. Hier nahm ihn die Notärztin in Empfang und der Rettungshubschrauber Christoph 62 (DRF Bautzen) flog direkt in eine Dresdner Klinik, wo der schwer verletzte Patient gut zwei Stunden nach seinem Absturz ankam.